Trainer als schwächstes Kettenglied. Andreas Fröhlich über die Entlassung von Norbert Aigner als Trainer in Mauer.

Von Andreas Fröhlich. Erstellt am 12. September 2017 (02:44)

Bereits nach fünf Spielen gab es beim Aufsteiger SVU Mauer einen Paukenschlag. Trainer Norbert Aigner wird die Mannschaft mit sofortiger Wirkung nicht mehr betreuen.

Nach einem Punkt aus fünf Spielen wirkt die Entscheidung der Verantwortlichen, Aigner nicht länger halten zu wollen, erst einmal verständlich. Betrachtet man die tatsächliche Begründung für den Trainertausch und vor allem die Art und Weise, in der Aigners Freistellung erfolgte, so kommt ein mehr als fader Beigeschmack auf.

Nachdem die Transferpolitik des Sommers keine Früchte trug, es wurden hauptsächlich Spieler aus unteren Ligen verpflichtet, und die Verantwortlichen die neue Spielklasse schlichtweg unterschätzten, entpuppte sich der Trainer als schwächstes Glied in der Kette. Ohne zuvor ein Gespräch mit dem Übungsleiter geführt zu haben, servierte man ihn per Telefon ab.

Diese Vorgehensweise ist eines Meistertrainers nicht entsprechend und menschlich zumindest fragwürdig. Aigner führte die Mannschaft im Vorjahr zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte und musste nun die Fehler der Verantwortlichen und die schwache Leistung der eigentlichen Leistungsträger ausbaden. Ob dadurch die erhoffte Ruhe in den Verein kommt, ist mehr als fraglich.