Volleyball-Verband: Ein unwürdiges Trauerspiel. Ingrid Vogl über nicht enden wollende Unruhe im Volleyball-Verband.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 22. August 2017 (02:48)

Watschenaffäre, Misstrauensantrag, ungültige Vollmacht, mutmaßliche Urkundenfälschung... Die Schlagzeilen, die der österreichische Volleyball-Verband im heurigen Jahr machte, waren nicht immer sportlicher Natur.

Seit über einem halben Jahr fliegen (nicht nur) hinter den Kulissen gehörig die Fetzen und blühen die Intrigen. Ein trauriges Schauspiel, das für Außenstehende nicht nachvollziehbar und schön langsam auch nicht mehr durchschaubar ist. Persönliche Animositäten dürften wichtiger sein als die gemeinsame Arbeit für den Sport.

Und der nächste Streit dürfte bereits vorprogrammiert sein. Nachdem der burgenländische Präsident wegen eines gefälschten Vorstandsbeschlusses bereits den Hut nehmen musste, fordert ÖVV-Vizepräsident Micha Henschke nun auch den Rücktritt der drei „Unruhestifter“ aus Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten.

Ein durchaus legitimes Unterfangen. Aber auch eines mit Sprengstoff, denn die Ohrfeige, die der VCA-Sportdirektor einem Nachwuchsspieler zu Jahresbeginn verpasste, war quasi Auslöser der Palastrevolution. Schlechte Voraussetzungen also, um endlich Ruhe einkehren zu lassen. Notwendig wäre sie aber allemal, denn irgendwann wird auch der spannendste Disput einmal fad.