Wenn Erfolge nicht genügen. Ingrid Vogl über das mögliche Ende des VCA Amstetten.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 16. Januar 2018 (02:29)

Eine Mannschaft in der 1. Bundesliga, eine in der 2. Bundesliga. Österreichischer Cupsieger. Aktuell zwölf Nationalspieler im Herren- und Nachwuchsbereich. Keine Frage: Die Amstettner Volleyballer sind bei den Teamsportarten die unumstrittene Nummer eins im Mostviertel. Der Hilferuf von Sportdirektor Micha Henschke, dass der Verein finanziell vor dem Aus stehe, kommt daher unerwartet.

Durch den Ausstieg des Hauptsponsors und die neuen Vergaberichtlinien des Landes in der Nachwuchssportförderung fehlen im Budget der Am-stettner plötzlich 50.000 Euro. Eine Summe, die in einer Randsportart verständlicherweise kaum wegzustecken ist. Dass es das Land NÖ nicht als seine primäre Aufgabe sieht, jeden Verein mittels Förderung am Leben zu erhalten, ist nachvollziehbar.

Dass man dem erfolgreichsten Volleyballverein des Bundeslandes so einfach beim Sterben zusieht, leuchtet dann aber nicht mehr ein. Zudem stößt man damit auch die Stadt Amstetten gehörig vor den Kopf. Schließlich hat man erst vor drei Jahren beim Umbau der Pölz Halle dafür gesorgt, dass die Halle von der Höhe her dem Reglement entspricht. Im Nachhinein gesehen vielleicht hinausgeschmissenes Geld? Na bravo!