„Aktion scharf“ im China-Lokal: Entdeckung im Kühlraum. Finanzpolizei deckte in Amstettner Chinarestaurant zahlreiche Gesetzesverstöße auf. Illegal Beschäftigter im Kühlraum gefunden!

Erstellt am 11. Oktober 2017 (05:36)
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Symbolbild
Werner Müllner

Eine „Aktion scharf“ hat die Finanzpolizei gemeinsam mit den Finanz- und Zollämtern Ende September in Asia-Restaurants durchgeführt. Ein Amstettner Lokal stach besonders negativ hervor. Im Zuge der Kontrolle stießen die Beamten auf einen illegal Beschäftigten, der in einem Kühlraum in der Küche eingesperrt und so vor ihnen versteckt wurde.

Verwandter arbeitete und bezog Arbeitslose

Der Mann ist wohl chinesischer Staatsbürger und illegal eingereist. Er gab an, dass ihm die Papiere von Schleppern, denen er 7.000 Euro bezahlt habe, abgenommen worden seien. Er kam über Griechenland und Italien nach Österreich. Der Mann wurde ins Polizeianhaltezentrum St. Pölten gebracht.

Flüchten wollte eine Frau, die die Polizisten im Lokal als Servicekraft antrafen. Sie hatte nur eine Aufenthaltskarte aus Polen und gab an, in Österreich nur Touristin zu sein. Über die Frau wurde ein zweijähriges Einreiseverbot verhängt, die Abschiebung wird festgesetzt.

„Das Vorgehen des Lokalbetreibers zeigt, wie gewissenlos in diesem Umfeld gearbeitet wird“, zeigt sich Stefan Flaschberger, Teamexperte Spezial der Finanzpolizei Melk, von den Machenschaften in dem Familienbetrieb erschüttert.

Allein in besagtem Lokal wurden vier Personen wegen Verstoßes gegen das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, drei Personen gemäß dem Ausländerbeschäftigungsgesetz und eine Person wegen Verstoßes gegen das Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG) angezeigt.