Amstettner SPÖ für Tagesbetreuung von Senioren

Sozialdemokraten wollen von Experten ein Konzept erarbeiten lassen.

Erstellt am 03. November 2021 | 04:03
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Stadträtin Lisa Asanger drängt auf ein Konzept für eine Senioren-Tagesbetreuung in Amstetten.
Foto: weinfranz

Schon in der Gemeinderatssitzung im September brachte die SPÖ einen Antrag auf Errichtung einer Tagesbetreuung von Senioren in Amstetten ein. Nach kurzer Diskussion wurde dieses Thema allerdings in den Generationenausschuss zur Beratung zurückgestellt.

Nun bringen ihn die Sozialdemokraten erneut aufs Tablet – allerdings in etwas abgeänderter Form. „Im Ausschuss und auch im Stadtrat wurde uns zwar von der Stadtregierung bestätigt, dass das eine wichtige Sache ist, aber Beschlüsse wurden dazu keine gefasst. Wir sind der Meinung, dass wir da aber rasch handeln sollten, weil es bisher nur Angebote zur Freizeitgestaltung von Senioren auf ehrenamtlicher Basis gibt“, sagt die zuständige SPÖ-Stadträtin Lisa Asanger. Ziel müsse es sein, dass alte Menschen so lange wie möglich Zuhause bleiben können. Deshalb müsse man auch für die Entlastung der Angehörigen – oft seien es die Ehepartner – sorgen. „Eine professionelle Tagesbetreuung, wo man Senioren von 8 bis 17 Uhr gut versorgt und auch beschäftigt weiß, wäre für viele Familien sicher eine große Erleichterung“, sagt Asanger.

Die SPÖ schlägt daher vor, Peter Keiblinger mit der Erstellung eines Konzeptes für die Umsetzung einer Seniorentagesbetreuung in Amstetten zu beauftragen. „Er ist Experte auf diesem Gebiet, war auch Stationsleiter der Caritas und nimmt Qualitätsaudits in den Pflegeheimen ab“, berichtet Asanger. Auf Grundlage des Konzeptes, das Keiblinger erarbeiten soll, könne man dann eine Ausschreibung machen und auf Trägerorganisationen wie Hilfswerk und Volkshilfe zugehen.

Wo die Tagesbetreuung stationiert sein könnte, lässt die SPÖ-Politikerin offen. Zumindest einen möglichen Standort dafür hat sie aber im Auge. „Das Schloss Edla mit seinem weitläufigen Park wäre zum Beispiel in Kombination mit einem generationsübergreifenden Angebot sicher bestens dafür geeignet“, sagt Asanger.