Kraftwerk geht noch im April in Betrieb

Erstellt am 08. April 2014 | 23:59
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Foto: NOEN, Kraftwerk Hofmühle Beteiligungs GmbH
Großprojekt / Arbeiten an der neuen Anlage stehen kurz vor dem Abschluss. Kostenrahmen von 13,2 Millionen Euro eingehalten.
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Von Hermann Knapp

Der Bau des neuen Kraftwerks nähert sich seinem Ende. „Die Nassinbetriebnahme ist für Mitte April vorgesehen und wird etwa zwei Wochen dauern. Im Anschluss daran ist ein vierwöchiger Probebetrieb geplant“, berichtet Projektleiter Thomas Halwachs.

Noch gibt es aber einiges zu tun. Die Fischaufstiegshilfe muss fertiggestellt und die Wehrklappen müssen noch geliefert werden. Auch der Abbruch der alten Wehranlage Theresienthal steht noch aus. Dies alles soll aber in den nächsten Tagen und Wochen über die Bühne gehen – wenn das Wetter weiterhin so gut mitspielt.

Der ursprüngliche Baufertigstellungstermin im Dezember 2013 wird somit um etwa vier Monate überschritten – mit Schuld daran waren das Hochwasser im Jänner 2013 und der harte Untergrund, der das Setzen von Bohrpfählen am Beginn der Bauphase verlangsamte. „Die Baukosten liegen trotz der Verzögerung im Rahmen des Planbudgets“, sagt Halwachs. Rund 13,2 Millionen Euro waren veranschlagt. Begonnen wurde mit dem Mammutprojekt am 3. September 2012.

Strom für rund 430 Haushalte

Das neue Kraftwerk in Hausmening ersetzt die bereits abgerissenen Kraftwerksanlagen Theresiental und Hofmühle. Mit einer „Engpassleistung“ von rund 2.833 kW soll sie mehr als doppelt so viel Strom liefern wie die beiden alten Kraftwerke zusammen.

Die neue Anlage ist ein Fließkraftwerk – dafür musste die Ybbssohle auf einer Länge von rund 900 Metern um etwa vier Meter eingetieft werden – was natürlich auch gewaltige Erdbewegungen mit sich brachte. Von rund 15.000 Lkw-Fuhren war die Rede.

Errichtet wird das Kraftwerk von der zur Soravia-Gruppe gehörenden ifa-AG (Institut für Anlageberatung) mit Sitz in Linz. Mit der Papierfabrik Mondi Neusiedler hat die ifa-AG einen langfristigen Stromabnahmevertrag geschlossen. In Hausmening sollen jährlich rund 12.800 MWh Strom (damit könnte man ca. 430 Haushalte versorgen) produziert werden.

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