Ausbildung zum Feuerwehrtaucher: „Es braucht einen gewissen Vogel ...“

Der Krenstettner Thomas Wagner hat die schwierige Ausbildung zum Feuerwehrtaucher erfolgreich absolviert.

Erstellt am 06. November 2021 | 04:11
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Fünf Bewerber aus Niederöstereich haben die Prüfung zum Feuerwehrtaucher bestanden, darunter auch der Krenstettner Thomas Wagner (2. von links).
Foto: BFKO/Zarl

Fritz Brandstetter, Mitglied der FF Preinsbach und Kommandant des NÖ-Feuerwehr-Tauchdienstes, freut sich, dass mit Thomas Wagner von der Freiwilligen Feuerwehr Krenstetten ein Kamerad aus dem Bezirk den anspruchsvollen niederösterreichweiten Feuerwehrtauch-Lehrgang „Taucher-Basis“ erfolgreich absolviert hat. Er ist im Mostviertel der Einzige, dem dies gelungen ist.

Insgesamt haben sich vor drei Jahren 80 Interessierte beworben, um „eine der schwersten und längsten Ausbildungen“ im Feuerwehrdienst erfolgreich zu bewältigen“, wie Brandstetter betont. 1.850 Schulungsstunden – theoretisch und praktisch – müssen die Teilnehmer absolvieren.

Landesweit bekamen nach der „Taucher-Basis“ und den Modulen Taucher 10 und Taucher 20 nur noch fünf Teilnehmer die Berechtigung, bei der einwöchigen Praxisprüfung in Kroatien anzutreten, und Wagner bestand.

Aufgrund der hohen Herausforderungen – körperlich und geistig – gelten die Feuerwehrtaucher als Elite-Einheit. Sie kommen etwa zum Einsatz, wenn Fahrzeuge ins Wasser stürzen. „Man erlebt da alle Höhen und Tiefen!“, sagt Brandstetter.

Wagner, der im Beruf Landwirt ist, ist eher zufällig zum Tauchdienst gestoßen – und dann hängengeblieben, wie er sagt. Er hebt die große Kameradschaft in dieser Truppe hervor, wenngleich Neue natürlich erst hineinwachsen müssen. „Es braucht einen gewissen Vogel, um sich das alles anzutun!“, sagt Wagner. Bis jetzt hätten sich aber Familie, Landwirtschaft und die Leidenschaft für den Tauchdienst gut vereinbaren lassen.

Taucherausrüstung immer im Auto

Die Tauchgruppe West, der der Krenstettner angehört, hat ihren Sitz in Purgstall, und hat knapp 40 Feuerwehrmitglieder. Einsatzbereit ist Wagner fast immer, die Grundausrüstung zum Tauchen hat er stets im Auto. Mehrmals musste er schon mithelfen, Wasserleichen zu bergen, aber es gibt auch andere Einsätze. An einen schönen Moment erinnert er sich gerne zurück: Als im Sommer des Vorjahres Personen gerettet wurden, deren Auto bei Wallsee in der Donau versank. Zwei zufällig anwesende Feuerwehrmitglieder konnten eine Frau retten, eine andere Person schaffte es aus eigener Kraft. Der Tauchdienst barg anschließend das Auto – aber es war eine gute Stimmung, da es keine Toten gab.

Der neue Ausbildungszyklus des Sonderdienstes Tauchdienst startet mit 1. Jänner 2022. Informationen zur Tauchausbildung sowie alle relevanten Kontaktdaten gibt es unter https://tinyurl.com/AusbildungTD.