Wasserleitungsbau schreitet zügig voran

Krenstetten wird ans Aschbacher Netz angebunden. Versorgungsleitung ist schon fertig.

Erstellt am 29. April 2018 | 06:09
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Der Wasserleitungsbau ist inzwischen im Bereich Aukettel angelangt. Die Rohre laufen in der Eisenbahnunterführung unter den Schienensträngen durch.Von links: Vizebürgermeister Gottfried Bühringer, Michael Sturl, Roland Mayrhofer, Hannes Stiefelbauer und Polier Gerhard Aigner.
Foto: Knapp

Gut Ding braucht bekanntlich oft Weile. Schon vor 40 Jahren wurde im Gemeinderat über einen möglichen Anschluss von Krenstetten ans Aschbacher Wasserleitungsnetz diskutiert, jetzt ist es endlich so weit.

„Leider enthält unser Wasser zu viel Eisen und Mangan“

Die rund 2,5 Kilometer lange Transportleitung ist schon fertiggestellt. Nun werden die Leitungen in den Ort verlegt, das wird großteils auf öffentlichem Gut geschehen. Dabei werden übrigens auch gleich Leerrohre für Lichtwellenleiter vergraben.

Insgesamt gibt es in Krenstetten rund 110 Haushalte, die bisher alle mit Brunnen versorgt wurden. Eine Verpflichtung zum Anschluss besteht zwar nicht, wer weiterhin auf seinen Hausbrunnen vertraut, muss allerdings alle fünf Jahre der Gemeinde nachweisen, dass die Wasserqualität in Ordnung ist. Das könnte durchaus problematisch sein.

„Wir haben ja in Krenstetten selbst nach einem Wasservorkommen gesucht, das ausreichen würde, den Ortsteil zu versorgen. Dann hätten wir eine Genossenschaft gegründet und einen neuen Brunnen errichtet. Leider enthält unser Wasser aber zu viel Eisen und Mangan“, berichtet Vizebürgermeister Gottfried Bühringer, der ja selbst ein Krenstettner ist.

Wasser kostet 1,54 Euro pro Kubikmeter

Letztlich habe daher kein Weg um den Anschluss ans öffentliche Wassernetz vorbeigeführt. Die Krenstettner werden zukünftig also Waidhofner Wasser trinken, weil Aschbach selbst ja von dort aus versorgt wird.

Im heißen Sommer vor zwei Jahren sind in Krenstetten auch etliche Hausbrunnen aufgeschnappt. Diese Sorge brauchen die Bürger künftig nicht mehr zu haben.

Rund 2.000 bis 2.500 Euro wird die Bürger der Anschluss eines durchschnittlichen Einfamilienhauses kosten. Für das Wasser selbst bezahlen sie dann 1,54 Euro pro Kubikmeter (inklusive Mehrwertsteuer). Mit diesen Kosten bewegt sich Aschbach im Gemeindevergleich im unteren Bereich.

Die Krenstettner Wasserversorgung soll heuer noch fertiggestellt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Die Investitionen müssen über die Gebühren wieder hereinkommen.