Internetbetrug im Bezirk Amstetten nimmt zu. Zahl der Delikte ist 2019 gestiegen. Aufkärungsquote weit über dem NÖ-Schnitt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 29. Mai 2020 (04:53)
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Chefinspektor Ferdinand Humpl lobt die Qualität der Spurensicherung durch die Beamten im Bezirk. Nur dadurch werde die hohe Aufklärungsquote möglich, die deutlich über dem NÖ-Schnitt liege.
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Die zwei Morde an Frauen in Greinsfurth brachten Amstetten im Vorjahr österreichweit in die Schlagzeilen. „Insgesamt gesehen ist die Zahl der Gewaltdelikte 2019 aber gesunken“, berichtete Chefinspektor Ferdinand Humpl vom Bezirkspolizeikommando.

Gesamt gab es im Bezirk bei den anzeigten Delikten im Jahr 2019 im Vergleich zu 2018 einen Anstieg von acht Prozent (plus 328) auf 4.053. Zugenommen hat vor allem die Internetkriminalität. NÖ-weit gab es da eine Steigerung der Delikte um 35 Prozent. Im Bezirk war es zwar nicht ganz so schlimm, „aber auch bei uns fallen leider immer wieder Menschen auf Betrüger herein. Wir haben im Bezirk drei IT-Ermittler, die sich mit diesen Fällen befassen. Eine Aufklärung ist aber schwierig, weil die Täter meist irgendwo im Ausland sind. Wir setzen daher viel auf Prävention, damit die Leute Betrugsversuche rechtzeitig erkennen“, betont Humpl.

Dass im Bezirk gute Polizeiarbeit geleistet wird, zeigt die Aufklärungsquote. Sie liegt mit 57,6 Prozent deutlich über dem Landesschnitt von 52,8 Prozent. Humpl hebt in diesem Zusammenhang die hohe Qualität der Spurensicherung durch die Beamten hervor, die es immer wieder ermögliche, Täter im Nachhinein auszuforschen. „Da reden wir einerseits von DNA-Spuren, andererseits aber auch von den guten, alten Fingerabdrücken, die noch immer sehr wichtig sind.“