Bezirk Amstetten: Viele Opfer durch Betrug im Internet

Erstellt am 23. Februar 2022 | 03:21
Lesezeit: 2 Min
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Chefinspektor Ferdinand Humpl vom Bezirkspolizeikommando präsentiert die Kriminalstatistik für 2021. Die Zahl der Eigentumsdelikte ist gesunken, die Internetkriminalität hingegen stark gestiegen.
Foto: Knapp
Zahl der Einbrüche in Firmen und Häuser ist 2021 stark gesunken. Schauplatz von Verbrechen ist immer öfter das World Wide Web.
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Die Internetkriminalität ist auch im Bezirk Amstetten im Vormarsch. 365 Fälle wurden im Vorjahr angezeigt, das ist ein Plus von 34 Prozent gegenüber 2020. In diese Kategorie fallen zum Beispiel Betrügereien per E-Mail (gefakte Nachrichten, mit denen angebliche Geldanleger den Opfern ihre Kontodaten herauslocken wollen), aber auch Cyber-Mobbing und zum Beispiel Erpressung durch Nacktbilder. „Die Betrüger auszuforschen, ist extrem schwierig, weil sie meist im Ausland sitzen. Dennoch ist es im Vorjahr gelungen, die Aufklärungsquote zu steigern“, lobt Chefinspektor Ferdinand Humpl vom Bezirkspolizeikommando Amstetten seine zuständigen IT-Kollegen. Insgesamt wurden im Vorjahr im Bezirk Amstetten 3.099 Straftaten angezeigt, das sind um 291 weniger (minus 8,5 Prozent) als im Jahr 2020.

Die Klärungsquote lag bei 60,9 Prozent, das bedeutete eine Steigerung um drei Prozent. Der Bezirk rangiert damit über dem NÖ- und Österreich-Durchschnitt. Deutlich gesunken ist im Bezirk die Eigentumskriminalität, also Einbrüche in Häuser und Firmen, was natürlich auch auf die Corona-Krise und die Lockdowns zurückzuführen ist. 669 Delikte wurden im Bezirk Amstetten registriert, das sind um 61 Prozent weniger als noch 2020.

Eine Zunahme der Gewalttaten durch die Pandemie spiegelt die Kriminalstatistik des Jahres 2021 übrigens nicht. 547 Fälle wurden insgesamt registriert, was ein Minus von 8,3 Prozent bedeutet. „Bei der Gewalt in der Privatsphäre (Betretungs- und Annäherungsverbote) ist die Zahl in etwa gleich geblieben“, berichtet Humpl.

17 Mal mussten Polizisten in Sachen Sozialleistungsbetrug ermitteln, weil jemand Zahlungen beanspruchte, die ihm nicht zustanden.

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