Ehemaliger Ortsvorsteher Brandl besorgt um das Schloss Ulmerfeld

Erstellt am 09. Juni 2022 | 06:54
Lesezeit: 2 Min
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Der Grasbewuchs im Schlossgraben ist gewollt, sagt Ortsvorsteher Anton Geister und verweist auf einen Wiesenmanagementplan.
Foto: privat
Vor allem die „Wildnis“ im Schlossgraben ist ehemaligem Ortsvorsteher Dorn im Auge. Alles geplant, kontert Anton Geister.
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Zu Wort meldete sich in der Vorwoche Ortsvorsteher außer Dienst Egon Brandl. „Mich schmerzt es, wenn ich das Schloss betrachte. Es hat viel Geld und Überzeugung gebraucht, um es sichtbar zu machen. Jetzt verfällt es in einen Dornröschenschlaf. Die Obstbäume im unteren Teil verlieren sich im meterhohen Gras, beim Weg hinauf zum Schloss braucht man bald ein Buschmesser“, sagt der ehemalige SPÖ-Politiker. Er werde deshalb auch immer wieder von Ulmerfeldern und Ulmerfelderinnen angesprochen. „Das Schloss hat sich eine bessere Zukunft verdient. Auch die Amstettner Veranstaltungsbetriebe (AVB) haben dringenden Handlungsbedarf, nun da der Musikverein weg ist.“

Ortsvorsteher Anton Geister (ÖVP) erklärt, dass das Gras im Schlossgraben mit Absicht höher stehe. „Da haben sich Dinge verändert, seit Brandl Ortsvorsteher war. Wir verfolgen einen Wiesenmanagementplan und wollen ökologischer werden, um den Kindern eine intakte Natur zu hinterlassen. Im Schlossgraben finden sich viele interessante Wildkräuter. Romana Weinhauser macht dort ja auch geführte Wanderungen. Ich habe selbst eine mitgemacht. Es ist interessant, was da alles wächst und was man essen kann“, sagt der ÖVP-Politiker. Mitte Juni werde man aber mähen und dann würden auch Wildbäume entfernt – denn das Schloss soll natürlich frei sichtbar bleiben.

Bezüglich der Schlossnutzung seien die AVB dabei, ein Konzept zu entwerfen. Der Probenraum des Musikvereins soll als Kulturraum genutzt werden. „Mit der Jugendherberge haben wir ein gutes Einvernehmen, die wird weitergeführt“, sagt Geister.

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