Hausmening: Meerwiese wurde zur „Plastikwiese“

Erstellt am 07. Dezember 2022 | 03:30
Lesezeit: 2 Min
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Die Meerwiese hat sich durch den Verbissschutz der 3.900 neu gepflanzten Bäume in eine Plastikwiese verwandelt.
Foto: privat
Ortsvorsteher außer Dienst Egon Brandl kritisiert Baumschutz aus Plastik.
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Die Meerwiese wird aufgeforstet. Dagegen hat Ortsvorsteher außer Dienst Egon Brandl (SPÖ) grundsätzlich nichts einzuwenden. „Da sie seit Generationen von vielen Ulmerfeld-Hausmeningern aber als Naherholung und als Badeplatz bei der Ybbs benützt wurde, hätte ich mir zumindest eine Information der Stadt über diese Veränderung erwartet“, sagt er. Was ihn aber massiv stört, sind die Plastiktüten, mit denen die Bäume vor Wildverbiss geschützt werden. „Wenn ein Hochwasser kommt, werden sie alle fortgeschwemmt. Bei Wanderungen am Schneerosenweg nach Kematen oder bei uns am Themenweg sieht man viele solche Tüten im Wald herumliegen, weil die Bäume dem Plastik entwachsen sind, es aber niemand wegräumt. Ich hoffe nur, dass das hier dann nicht so sein wird.“

Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Grüne) erklärt, dass es sich um eine Ersatzaufforstung von 3.900 Bäumen handle. „Wir haben mit Experten der Bundesforste auch über umweltschonenderen Baumschutz gesprochen. Doch dieser enthält laut deren Aussagen Mikroplastik, das sich dann in die Landschaft verteilt, was noch schlechter ist. Darum haben wir uns für die ,Plastiktüten‘ entschieden.“ Auch Holzpflöcke oder Drahtgeflechte seien keine wirkliche Alternative. Die Mitarbeiter der Stadtpflege seien angehalten, verwehten Verbissschutz neu zu befestigen oder zu beseitigen.

Hörlezeder ärgert die Kritik Brandls auch. „Er hätte mich einfach anrufen und sich erkundigen können. Es scheint den bevorstehenden Landtagswahlen geschuldet zu sein, dass nun ehemalige SPÖ-Mandatare für öffentliche Angriffe ausrücken und Dinge aufbauschen.“

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