Tausende Tiere in Hößgang gerettet. Freiwillige Helfer verlegten 1.200 Meter an Zäunen. Insgesamt rettete man bereits 50.000 Tiere.

Von Peter Führer. Erstellt am 29. April 2020 (09:38)
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Die freiwilligen Helfer (ansteigend nach links): Margit Zinsmeister, Sarah und Heiko Kössler, Anna Sündhofer, Josef Buzek, Herbert Sakuler, Inge Pöchacker und Johann Sündhofer; ansteigend nach rechts; Gertrud Berger-Sündhofer, Hermann Aichinger, Ingeborg Eisenhuber, Johann Jachs , Alexander und Maria Aichinger, Elisabeth Domesle, Katharina Aichinger, Karl Sündhofer, Michaela Weidinger, Renate Hofer-Gruber, Karl Pils, Michael Rostance, Elisabeth und Anton Hahn.
Wolfram Kühberger

Zahlreiche freiwillige Helfer stellten heuer wieder den Amphibienschutzzaun bei den Straßen nahe der Badeteiche in Hößgang auf. Die Maßnahme startete man 14 Tage früher als in den letzten Jahren. Die Helfer positionierten in Summe 1.200 Meter Zäune so, um die Tiere daran zu hindern, ungeschützt in der Dämmerung und in den Nachtstunden die Straße zu überqueren. 9.630 Kröten und Frösche konnten sicher über die Straße getragen werden. Zusätzliche Hilfe war heuer zudem die Ausgangsbeschränkung, die den Straßenverkehr stark reduzierte. 

Seit sieben Jahren koordiniert Umweltgemeinderat Johann Sündhofer die Arbeiten und führt detaillierte Aufzeichnungen über diese Tätigkeiten der Bewohner im Hößgang. "Heuer konnte das 50.000 Tier gezählt werden, dass bei seinen Laichbestrebungen zur Donau und retour 'unterstützt' werden konnte. In Einzelgruppen wurde der Zaun bereits wieder abgebaut", berichtet Bürgermeister Franz Kriener. Der Großteil der Amphibien kehrte bereits in ihren üblichen Lebensräumen wie Wald und Wiesen hinter den Häusern zurück. Jause und Mittagessen kamen ebenfalls von Mitstreitern vor Ort, nämlich von Inge Pöchhacker,  Maria Aichinger und Christa Fischer. Nach Abschluss der Arbeiten werden alle Helfer seitens der Gemeinde zu Jause und Umtrunk eingeladen.