Haus der Gemeinschaft: 25.000 Stunden geleistet. Nach zweieinhalb Jahren ist das „dorfHAUS“, das von Pfarre und Vereinen genützt wird, fertiggestellt. Die Kürnberger haben fleißig mitgeholfen.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 21. September 2016 (05:45)
NOEN, Sabine Hummer
Offen für jeden, der eintreten will, soll das „dorfHAUS“ sein; (v.l.n.r.:) ARGE-Verwalter Franz Schnetzinger, Daniela Gruber-Fellner, Hermann Hanger, Ortsvorsteher Alois Seirlehner, Andrea Lainerberger, Pfarrgemeinderatsobmann Johann Gruber-Fellner, Architekt Leopold Hörndler, Manfred Wimmer, Hubert Putz, Daniel Hofer und Gemeinderätin Veronika Frühauf.

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit ist das „dorfHAUS“ – ein Gemeinschaftsprojekt der Pfarre Kürnberg, der Gemeinde St. Peter und der Kürnberger Vereine – fertiggestellt und wird von 29. September bis 9. Oktober mit einem Veranstaltungsreigen der Extraklasse gefeiert (siehe unten).

Der 2. Oktober wird ganz im Zeichen des Dankes stehen. Diözesanbischof Klaus Küng nimmt die Segnung des „dorfHAUSES“ vor.

Zweigruppiger Kindergarten eingerichtet

Seit 2009 wurde in Kürnberg intensiv an einem Vereins- und Pfarrhaus getüftelt. Das Ergebnis, das von Architekt Leopold Hörndler geplant und begleitet wurde, ist ein richtiger Hingucker, der sich modern aber harmonisch ins Ortsbild einfügt. Die Schindelfassade – sie wurden von den Kürnbergern selbst hergestellt – ist ein besonderes optisches und auch witterungsbeständiges Highlight.

Das „dorfHAUS“ bietet aber nicht nur der Pfarre und den Vereinen Platz. Im Untergeschoß wurde auf 562 Quadratmetern ein zweigruppiger Kindergarten eingerichtet, der bereits mit September 2015 seinen Betrieb aufnahm.

Büro als Besprechungszimmer für alle Vereine

Das barrierefrei zugängliche Obergeschoß birgt einen großen Dorfsaal, der mittels mobiler Trennwände geteilt werden kann. „Wir haben versucht, durch die vielen Glasfronten das einmalige Bergpanorama einzufangen“, beschreibt ARGE-Verwalter Franz Schnetzinger das besondere Flair des Saales, der zur Gänze mit weiß lasierten Holzschindeln vertäfelt ist und eine geschwungene Akustikdecke aufweist.

Außerdem beinhaltet das „dorfHAUS“ ein Büro, das von allen Vereinen als Besprechungszimmer genützt werden kann, einen Jugendraum, die Pfarrkanzlei sowie Lagerflächen für Pfarre und Vereine. Synergien ergaben sich im Bereich der Haustechnik, denn Heizung und Wohnraumlüftung werden gemeinsam mit dem Kindergarten genutzt.

Besonders liebevoll gestaltet wurde der Außenbereich des „dorfHAUSES“. Frauen der Mütterrunde haben sich um die Bepflanzung des Zugangs vom unteren Parkplatz angenommen. „Ohne die Mithilfe der Kürnberger Bevölkerung wäre das Gemeinschaftshaus in dieser Form aber niemals umsetzbar gewesen“, sagt Schnetzinger. „Rund 25.000 Freiwilligenstunden wurden geleistet, das sind viel mehr, als wir uns erwartet haben.“

Eröffnungswoche

Do, 29.9.: 14 Uhr: Klangerlebnis, 17.30 Uhr: Klavierklang, 19 Uhr: Vortrag Franz Schmatz    
Fr, 30.9.: 20 Uhr Konzert der Quetschwork Family
Sa, 1.10.: 19.30 Uhr: „genussVOLL“, Schmankerl und Musik
So, 2.10.: Erntedank, 10 Uhr Festmesse mit Bischof Klaus Küng
Mo, 3.10.: Kino für Kids, 19 Uhr: „Honig im Kopf“
Di, 4.10.: „einst und HEUTE“, 12.30 Uhr: Fotos von damals, 15 Uhr: Textwerkstatt
Mi, 5.10.: 15 Uhr: „mitmachKONZERT“ für Kinder
Sa, 8.10.: 19 Uhr: Motivationsvortrag Christoph Strasser
So, 9.10.: Eröffnungsfest, 10 Uhr: Hl. Messe, 11.15 Uhr: Festakt