Schauspiel, das wachrüttelt in Amstettner Pölz-Halle

Erstellt am 09. Februar 2022 | 03:48
Lesezeit: 2 Min
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Die beiden Hauptdarsteller – Max Volkert Martens als Edward Tishler und Katharina Pütter als Emely – konnten vollends überzeugen.
Foto: AVB
Das Boulevardstück „Mr. President First“ begeisterte in der Pölz-Halle szenisch und vor allem schauspielerisch.
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Donnerstagabend in der Pölz-Halle: getrübte Stimmung, Corona ein Nebenthema auf Grund fehlender Besuchermassen – und doch kommt bei dem einem oder anderen Gast Freude auf. Es ist die erste Theateraufführung in diesem Jahr, quasi Saisonstart im Theater Amstetten. Mit dem neuen Schauspiel von Stefan Zimmermann „Mister President First“ wartet ein spannender Stoff auf die Theaterbegeisterten. Es ist ein Stück mit einem brisanten und zeitbezogenen Thema. Showmaster Edward Tishler sorgt mit seinen populistischen Sprüchen für Furore. Diese Sprüche gehen Freundin und politischer Mitstreiterin Emily Harper gehörig auf den Nerv – und so gründet sie eine Gegenpartei. Der gewiefte Drahtzieher erleidet auch noch dazu eine persönliche Niederlage. Er wird von Emily verlassen.

Später kommt es bei einer Reality-Show zum Showdown. In rasch wechselnden Bildern wird der explosive Stoff, der voller Witz und Satire angereichert ist, geschildert. Max Volkert Martens agiert überzeugend als Edvard, den er akkurat und feinfühlig verkörpert. Der großartigen Leistung Martens ebenbürtig zeigt sich Katharina Pütter, die es schafft, die jeweiligen Stimmungen optimal umzusetzen. Solide sind auch die restlichen Rollen besetzt.

Es ist ein unterhaltsamer Abend, der viel Stoff zum Nachdenken liefert. Begeisternde Stimmen für die Professionalität der Riege, die wie vor einem vollen Haus agierte.

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