Impfgegner demonstrierten in Aschbach

500 Personen (laut Polizeiangabe) demonstrierten am Montagabend in Aschbach gegen die Corona-Politik der Regierung und die Impfpflicht. "Wir haben eine gemeinsame Mission. Gemeinsam für Friede und Freiheit", erklärte eine Rednerin, die extra aus Wien angereist war. Weniger versöhnlich gab sich ein anderer Sprecher: "Nehmt euch eure Impfung eure Maßnahmen steckt sie euch in den A .. und lasst das Land in Ruhe", wetterte er. Und bei ihrem kurzen Marsch im Zentrum skandierten die Demonstranten: "Regierung muss weg!"

Erstellt am 05. Januar 2022 | 17:28
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Demonstration Symbolbild
Symbolbild
Foto: shutterstock.com/Tero Vesalainen

Weder die Veranstalter noch die Polizei hatten mit so vielen Teilnehmern an der Kundgebung gerechnet. Laut Angaben des Landespolizeikommandos NÖ wurden daher noch etwa 20 Beamte einer Einsatzeinheit aus Oberösterreich hinzugezogen, "weil eine grundsätzlich aggressive Stimmung gegen die Polizei herrschte." 

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Viele der Demonstranten trugen keine FFP-2-Masken, weswegen auch 20 Personen angezeigt wurden. Zwei weitere Demonstranten wurden wegen "Anstandsverletzung" (Beschimpfungen etc.) angezeigt, auch vier Verstöße wegen verkehrsrechtlicher Übertretungen wurden geahndet.

Ein Anrainer wurde wegen Körperverletzung angezeigt. Demonstranten beschuldigten ihn, einen Stein gegen sie geworfen zu haben. 

Die Demonstranten dürften mehrheitlich nicht aus der Gemeinde Aschbach gekommen sein.

Für Bürgermeister Martin Schlöglhofer erschließt sich der Sinn einer Kundgebung vor dem Aschbacher Rathaus nicht. "Ich respektiere das Demonstrationsrecht, das für unsere Demokratie wichtig ist, aber wir in Aschbach haben keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Regierung, da müssen die Demonstranten schon zum Bundeskanzleramt gehen. Zum Teil verstehe ich die Anliegen, der Teilnehmer, aber Vieles ist mir dann zu radikal."