Ertler Ortstafel daheim: Treuer Gast feiert 70er. Seit 47 Jahren verbringt Kurt Terstegen viel von seiner Freizeit im Mostviertel. Die Gemeinde dankte ihm nun dafür.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 12. September 2019 (04:34)
Gemeinde
Bürgermeister Josef Forster (links) überreichte gemeinsam mit Kirchenwirt Gottfried Lohnecker die Auszeichnung „Ertl dankt“ an Kurt Terstegen, der seit 47 Jahren ein treuer Gast der Gemeinde ist.

Seit mittlerweile 47 Jahren kommt Kurt Terstegen aus Duisburg jedes Jahr mehrmals ins Mostviertel nach Ertl.

„1972 bin ich als Betreuer einer Kindergruppe der Caritas Köln zum ersten Mal hier gewesen und dann auch in den Folgejahren. Es hat mir hier so gut gefallen, dass ich seitdem auch privat immer wieder Ertl besuche“, berichtet der Deutsche.

Meist logiert Terstegen im Gasthaus Lohnecker, weil ihn mit Wirt Gottfried Lohnecker eine enge Freundschaft verbindet. Bei vielen Feierlichkeiten der Gemeinde war der Deutsche mit dabei und hat fotografiert und gefilmt. Bei seinem letzten Besuch in der Vorwoche hat ihm Bürgermeister Josef Forster nun ein besonderes Geschenk überreicht. „Es sind tausende Fotos und unzählige Stunden Filmmaterial aus Ertl – von den Kinderlagern und von Festivitäten. Vieles davon ist aus den 90er-Jahren oder noch älter. Das sind natürlich wertvolle Zeitdokumente“, sagt der Ortschef. Etliches Material ist schon digitalisiert, der Rest soll nach und nach folgen.

Würdigung zum 70. Geburtstag

Wie verbunden sich Terstegen mit Ertl fühlt, zeigt sich wohl daran, dass er in seinem Arbeitszimmer in Duisburg eine alte Ertler Ortstafel stehen hat. „Die wurden vor etwa 30 Jahren ausgemustert und da habe ich mir eine geschnorrt und renoviert“, erzählt der treue Gast.

Heuer feierte Terstegen seinen 70. Geburtstag und das nahm die Gemeinde in der Vorwoche zum Anlass, um den treuen Gast zu würdigen – mit der Auszeichnung „Ertl dankt“. Der Duisburger verspricht, seiner „Wahlheimat“ auch künftig die Treue zu halten, sofern die Gesundheit es zulässt. „Die Autofahrt wird leider immer problematischer. Für die Heimfahrt in der Vorwoche habe ich elf Stunden gebraucht“, berichtet Terstegen bei einem Telefonat. „Andererseits habe ich mir hier einen großen Freundeskreis aufgebaut, das führt mich dann doch immer wieder zurück an den ,Tatort‘“.