Zukunft für viele Unternehmen "im Nebel“. Für zahlreiche Unternehmen ist die künftige Entwicklung auf Grund der internationalen Abhängigkeit noch unklar.

Von Otmar Gartler. Erstellt am 27. Mai 2020 (04:32)
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Für viele Betriebe ist das Instrument der Kurzarbeit eine Möglichkeit, ihr Unternehmen durch die Wirren der Corona-Krise, dessen Ende noch sehr verschwommen ist, zu manövrieren.

Am Standort Amstetten der Umdasch Group sind prinzipiell alle Mitarbeiter vorläufig bis Ende Juni in Kurzarbeit. Daneben ist in bestimmten Bereichen auch Home-Office nach wie vor aufrecht. Eine eventuelle Verlängerung der Kurzarbeit ist derzeit noch nicht entschieden. Völlig unklar ist auch, wie sich die internationale Konjunktur im Herbst entwickeln wird.

„Über den Corona-Berg sind wir noch nicht. Wir wollen nicht negativ sein aber gut vorbereitet und müssen die internationale Entwicklung abwarten“, betont Unternehmenssprecherin Evi Roseneder, dass die Zukunft noch etwas im Nebel liege.

„Wollen nicht negativ aber vorbereitet sein“

Im Gegensatz zum Standort Amstetten konnte im Werk in St. Martin im gewerblichen Bereich aufgrund der zu bewältigenden Arbeit die Kurzarbeit beendet werden.

Der Corona-Pandemie zum Opfer fielen jedenfalls die sehr beliebten Umdasch-Sommerwochen, die abgesagt werden mussten. Aufgrund der vielen teilnehmenden Schülerinnen und Schüler und der etwas längeren Vorbereitungszeit sei das Risiko zu hoch gewesen.

In Kurzarbeit sind derzeit auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mondi-Neusiedler GmbH. Ein Ende ist auch bei diesem Unternehmen noch etwas ungewiss.

Etwas atypisch verhält sich die Lage bei Wieland GmbH in Amstetten. „Bisher reichte die Auftragslage zur Beschäftigung aus und wir benötigten keine Kurzarbeit“, erklärt Pressesprecher Jürgen Karlstetter. Insgesamt liege man aber hinter den prognostizierten Budgets. Wie es im Sommer und Herbst weitergehe sei auch hier nicht ganz klar.