Arzt in Mauer spätestens im April. Zwei Mediziner sind daran interessiert, in Mauer für zehn Stunden zu ordinieren. Entscheidung fällt demnächst.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 11. Februar 2020 (03:07)
Symbolbild
APA (dpa/Archiv)

Schon seit eineinhalb Jahren gibt es im Ortsteil keinen Hausarzt mehr – damals ging Leopold Klem in Pension. Im Vorjahr einigten sich Stadt und Land darauf, dass die Ordination für zehn Stunden wieder besetzt werden soll – im Zuge der Landarztgarantie. Diese sieht vor, dass nicht besetzbare Kassenstellen (länger als ein Jahr) mit Ärzten der Landeskliniken abgedeckt werden.

Die Stadt investierte in den letzten Monaten knapp 200.000 Euro in die Neuausstattung der Praxis. Die Arbeiten sind abgeschlossen, auch der Posten einer Ordinationsassistentin wurde bereits ausgeschrieben. Auf den Mediziner, der eigentlich schon für Mitte bis Ende Jänner angekündigt wurde, warten die Bürger aber noch vergeblich.

Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig hat auf Anfrage der NÖN Erkundigungen bei der Landesholding eingezogen. „Mir wurde erklärt, dass es derzeit zwei Interessenten gibt. Ein Arzt aus dem Landesklinikum Korneuburg könnte schon ab 1. März in Mauer am Dienstag und am Donnerstag für zehn Stunden ordinieren“, berichtet die SPÖ-Politikerin. Es gäbe allerdings auch einen Interessenten aus Oberösterreich.

„Der könnte zwar erst mit 1. April anfangen, aber der hat Interesse signalisiert, in der Folge auch beim Aufbau des Primärversorgungszentrums zu helfen. Dort würde man ja drei Ärzte benötigen und jemanden, der das von Anfang an koordiniert – wenn es denn wirklich kommt. Denn bisher gibt es ja nur die Absichtserklärung“, sagt Königsberger-Ludwig. Die Entscheidung, welcher der beiden Ärzte nun die zehn Kassenstunden in Mauer abdecken wird, soll in den nächsten Wochen fallen. Spätestens ab April dürfte für die Bürger im Ortsteil aber endgültig wieder ein Mediziner zur Verfügung stehen.

Im ersten Quartal 2022 soll dann ja schon das Gesundheitszentrum in Betrieb gehen.