Regina Bauer: „Zahlen lassen mich nicht los!“

Erstellt am 31. Juli 2022 | 04:34
Lesezeit: 4 Min
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Regina Bauer ist die erste Führungskraft, die zwei Führungsaufgaben in der NÖ Landesgesundheitsagentur übernommen hat. Ihr Credo: „Jeder Einzelne ist wichtig, damit das große Ganze funktioniert. Deshalb lege ich Wert auf Kommunikation und ein Miteinander.“
Foto: Doris Schleifer-Höderl
Seit März ist Regina Bauer kaufmännische Direktorin des Landesklinikums und auch Direktorin des NÖ Pflege- und Betreuungszentrums Mauer.
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„Zahlen waren schon immer das Meine“, verrät die gebürtige Blindenmarkterin Regina Bauer, die mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Ardagger lebt, den NÖN. „Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Da hatten wir unter anderem auch einen Heurigen, wo ich gerne im Service tätig und dementsprechend auch mit dem Rechnen beschäftigt war. Zudem hat mich eine ehemalige Lehrerin auf meine Zahlenaffinität aufmerksam gemacht und mich unterstützt. Das motivierte mich ungemein und von da an war für mich klar, einen Beruf zu ergreifen, der mit Zahlen zu tun hat.“

Regina Bauer absolvierte schließlich die HAK Amstetten, maturierte 2001 und begann als Lohnverrechnerin bei der Firma Umdasch. Danach arbeitete die Mostviertlerin in einer Steuerberaterkanzlei, legte die Bilanzbuchhalterprüfung ab und wechselte schließlich 2006 in den Landesdienst ins Klinikum Melk. „Dort war ich ein Jahrzehnt im Rechnungswesen tätig, bevor ich 2016 an das Klinikum Mauer kam.“

„Jeder Einzelne ist wichtig, damit das große Ganze funktioniert.“

Nun, sechs Jahre später, ist die diplomierte Krankenhausbetriebswirtin kaufmännische Direktorin und die erste Führungskraft, die zwei Führungsaufgaben innerhalb der NÖ Landesgesundheitsagentur inne hat. Denn Bauer ist auch Direktorin des Pflege- und Betreuungszentrums Mauer (PBZ). Am Standort sind in der Klinik 650 und im PBZ 250 Bedienstete beschäftigt. „Summa summarum kann man davon ausgehen, dass sich auf unserem 94 Hektar großen Gelände – mit den Patientinnen und Patienten eingerechnet – täglich an die 1.000 Personen aufhalten. Wir sind hier also wie ein kleines Dorf“, erklärt Regina Bauer. Dementsprechend verantwortungsvoll ist die Tätigkeit der Direktorin, der vor allem Teamwork sehr am Herzen liegt. „Jeder Einzelne ist wichtig, damit das große Ganze funktioniert. Deshalb lege ich Wert auf Kommunikation und ein Miteinander.“

Standort Mauer stabilisieren

Welche Pläne hat Regina Bauer, die in ihrer Freizeit Tennis spielt, gerne gärtnert und Geschenkboxen sowie Glückwunschkarten bastelt, für die Zukunft des Klinikums? „Wichtig ist der kollegialen Führung, den Standort nach der Schließung der Neurologie zu stabilisieren und womöglich andere Betreuungsformen zu forcieren, wie etwa tagesklinische Plätze oder den Ausbau der ambulanten Plätze. Unsere Vorschläge haben wir bereits der NÖ LGA unterbreitet. Uns ist nämlich ein Anliegen, den Standort Mauer zu stärken. Vor allem in Hinblick auf die Eröffnung des Bildungscampus Mostviertel für Pflegeberufe am 4. Oktober, der sich auf unserem Gelände befindet. Wünschenswert wäre, wenn wir ein dislozierter FH-Standort werden könnten. Hier steht die Entscheidung noch aus“, so Regina Bauer.

Betreffend PBZ würde sich die Direktorin noch mehr Verständnis seitens der Gesellschaft für Menschen mit besonderen Bedürfnissen wünschen. „In Zeiten der Pandemie wird uns allen zwar bewusst, dass es psychische Erkrankungen gibt, aber wir müssen noch offensiver auf die Menschen zugehen, um ihnen unsere Arbeit vor Augen zu führen. Denn schlussendlich kann es schon morgen so sein, dass wir davon betroffen sind.“

Tag der offenen Tür wäre denkbar

Bauer kann sich vorstellen, im Rahmen eines Tages der offenen Tür die Bevölkerung einzuladen, sich im PBZ Mauer umzusehen. Auch der traditionelle Adventmarkt, der, wenn es die Pandemie zulässt, heuer wieder durchgeführt werden wird, könne zur Aufklärung beitragen. „Wie schon erwähnt, liegt mir Kommunikation nach innen, aber auch nach außen, sehr am Herzen. Früher sagte man immer, beim Reden kommen die Leut’ zusammen. Daran hat sich nichts geändert. Im Gegenteil, ich denke, wir leben in Zeiten, in denen es wichtiger denn je ist, aufeinander zu schauen, um gemeinsam die Zukunft für ausnahmslos alle lebenswert zu gestalten“, sagt die Direktorin.

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