"NÖ radelt": Aschbach ist Landessieger

Erstellt am 04. Dezember 2022 | 06:16
Lesezeit: 3 Min
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Neueinsteiger des Jahres in der Kategorie „Vereine und Organisationen 200-1.000 Mitglieder“ (von links): Josef Strohmayer, Vizebürgermeister Gottfried Bühringer, Maria Flemming (NÖ Senioren-Ortsgruppe Aschbach-Markt) und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.
Foto: klimaaktiv mobil
Erfolg beim Landeswettbewerb beflügelt auch Pläne für den Radwegeausbau.
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Die Teilnahme am Wettbewerb „Niederösterreich radelt“ entwickelte sich für die Gemeinde heuer zu einer Erfolgsstory. „Mit 123 Teilnehmern und mehr als 121.000 geradelten Kilometern konnten wir in der Kategorie Gemeinden mit 2.000 – 5.000 Einwohnern den 1. Platz erreichen“, freut sich Vizebürgermeister Gottfried Bühringer. Viele der Teilnehmer haben ihre Kilometer auch für einen Verein gesammelt. So erreichten TourFixe – MTB Aschbach, MIB/FIB Sportunion Aschbach, die Freiwillige Feuerwehr Krenstetten und der Musikverein Aschbach in ihren Kategorien Spitzenplätze. „Erstmals hat sich mit der Pabst Gruppe (Bau Pabst, Holz Pabst, MHB, Schneckenreither) ein Aschbacher Unternehmen bei ,Niederösterreich radelt‘ beteiligt und in die Top-Ten geschafft“, berichtet Bühringer.

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Aschbach freut sich über den Landessieg und Waltraut Stiefelbauer über einen Hauptpreis (von links): Josef Strohmayer, Vizebürgermeister Gottfried Bühringer, Johannes und Waltraud Stiefelbauer und Leopold Aichinger.
Foto: privat

Die meisten Kilometer – nämlich 9.800 – hat der Freizeitradler Otmar Ehebruster zurückgelegt. Es gab aber auch einige Teilnehmer, die regelmäßig mit dem Rad nach Waidhofen, Amstetten oder Steyr zur Arbeit fahren. Von diesen kamen einige im Aktionszeitraum vom 20. März bis zum 30. September auf über 4.000 Kilometer. Eine besondere Auszeichnung wurde der Ortsgruppe der NÖ Senioren zuteil. Sie erreichte in der Kategorie „Neueinsteiger bei den Vereinen von 201 – 1.000“ Mitgliedern in der Österreich-Wertung den 1. Platz.

Und Waltraud Stiefelbauer aus Aschbach durfte sich bei der Schlussverlosung über den zweiten Hauptpreis freuen – einen Gutschein im Wert von 500 Euro.

Radwegenetz wird weiter ausgebaut

Die erfolgreiche Aktion ist für die Gemeindepolitik auch Motivation, das Radwegenetz der Gemeinde noch weiter auszubauen. „Es ist schon viel geschehen, aber heuer haben wir im Raumordnungsausschuss einen Schwerpunkt auf dieses Thema gesetzt“, berichtet dessen Vorsitzender Michael Wagner. Mithilfe von externen Beratern wurden die Radrouten auf neuralgische Punkte und Verbesserungsmöglichkeiten analysiert. Im Sommer gab es zudem einen Workshop mit Bürgerbeteiligung, der viele Anregungen brachte. „Vor allem geht es uns darum, die Alltagsmobilität für die Radfahrer, aber auch Fußgänger zu verbessern. Dazu braucht es nicht immer bauliche Maßnahmen, oft genügt auch eine Beschilderung von Wegen, die bis auf wenige neuralgische Stellen schon radfähig sind“, sagt Wagner.

Die Gemeinde hat aber auch größere Projekte in der Pipeline. Nächstes Jahr möchte man an der Umfahrung zwischen den Kreisverkehren einen Begleitweg schaffen. Gedanken macht man sich auch über einen Radweg vom Kreisverkehr Hinterholzer zum Kreisverkehr an der B122 und über eine geeignete Route zur Park & Ride-Anlage an der A1. Langfristig hat man auch eine Verbindung des Donauradwegs mit dem Urlradweg geplant. „Das hängt natürlich alles auch davon ab, ob die Grundbesitzer bereit sind, Flächen zur Verfügung zu stellen. Da müssen noch viele Gespräche geführt werden“, sagt Wagner. „Aber wenn wir das Rad zu einem Alltagsverkehrsmittel machen wollen, dann müssen wir das angehen!“, sind sich Wagner und Bühringer einig.

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