Weistrach: Projekt für Sicherheit für Weide-Tiere. Statt Gatter-Toren sorgen neue Weide-Übergänge für Sicherheit entlang der Elisabeth-Strecke. Inspiration dafür holten sich die Kürnberg-Radler aus Salzburg.

Von Peter Führer. Erstellt am 10. Juni 2021 (09:01)
Brachten die neuen Weide-Übergänge an (von links): Karl Stieblehner, Erich Grünmann, Georg Monschein, Johann Monschein, Kurt Tazreiter und Reinhard Graf.
Gemeinde, Gemeinde

In der Vergangenheit kam es entlang der Elisabeth-Strecke immer wieder zu Problemen bei Weide-Übergängen. So passierte es leider öfter, dass die Gatter von unachtsamen Bikern oder Wanderern offengelassen wurden und so Tiere auskamen. Daher reagierte die Gemeinde Weistrach nun und brachte vor kurzer Zeit an zwei Stellen eine Art „Gitterroste“ an. Das Besondere daran: Tiere wagen keine Überquerung, für Radfahrer und Wanderer ist der Übergang allerdings problemlos möglich.

Geländer und Schilder sollen bald folgen

„Es ist bei einer Weide leider immer wieder zu Zwischenfällen gekommen. Mit diesem Projekt wollen wir offengelassene Gatter verhindern. Als Nächstes werden noch Geländer und aus rechtlichen Gründen Schilder mit Infos über das richtige Verhalten entlang der Strecke angebracht. So muss das Rad über die Gitterroste geschoben werden. Hier appellieren wir auch an die Eigenverantwortung“, erklärt geschäftsführender Gemeinderat Karl Stieblehner. Er zeichnete als Mobilitätsbeauftragter für die Umsetzung der Maßnahme verantwortlich und zieht bereits eine erste positive Bilanz. Die Maßnahme funktioniere bereits sehr gut. Die Idee dazu kam übrigens von den „Kürnberg-Radlern“, die das Modell im Bundesland Salzburg entdeckt haben. Weistrachs Bürgermeister Erwin Pittersberger erklärt, dass sich der Radsport stets steigender Beliebtheit erfreue.

Pittersberger: Freizeit und Landwirtschaft müssen sich vertragen

Immer mehr Menschen seien – unter anderem mit E-Bikes – in der Natur unterwegs. „Wir haben in Weistrach, Gott sei dank, sehr viele Wege, die man nutzen kann. Aber auch das Einvernehmen mit der Landwirtschaft ist wichtig. Landwirtschaft und Freizeit – das muss sich vertragen. Daher appellieren wir an alle Freizeitsportler, sich in der Natur ordentlich zu benehmen“, unterstreicht der Ortschef. Viele würden nicht wissen beziehungsweise unterschätzen, was es bedeutet, wenn Tiere erschreckt werden. Pittersberger weiter: „Es handelt sich um ein Vorzeigeprojekt. Noch gibt es im Mostviertel kein ähnliches Projekt. Ich glaube aber, dass das auch bei uns in der Region Schule machen wird.“