3.050 Menschen im Bezirk Amstetten arbeitslos. Geringer Anstieg im Bezirk. Erfreulich: Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit greifen.

Von Peter Führer. Erstellt am 13. Januar 2021 (05:43)
AMS-Geschäftsstellenleiter Harald Vetter.
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Ende Dezember 2020 waren beim Arbeitsmarktservice Amstetten 3.050 Personen (1.309 Frauen, 1.741 Männer) arbeitslos vorgemerkt. „Das bedeutet zwar einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 22,3 Prozent, ist aber trotz einsetzender Saisonarbeitslosigkeit der geringste Monatsanstieg im Krisenjahr 2020“, erklärt AMS Amstetten-Geschäftsstellenleiter Harald Vetter.

Generell gab es im Vorjahr im Bezirk pro Monat durchschnittlich 2.769 als arbeitslos vorgemerkte Personen. Das ergibt eine Arbeitslosenquote von 6,2 Prozent. „Die Arbeitslosigkeit ist im Schnitt um 40 Prozent gestiegen. In Niederösterreich war der Anstieg mit 28 Prozent zwar niedriger, trotzdem ist die Quote bei uns im Vergleich immer noch niedriger“, sagt Vetter.

Jugendarbeitslosigkeit: Anstieg gebremst

Erfreulich sei auch, dass es trotz schwieriger Lage gelungen ist, den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit deutlich zu bremsen. Ende Dezember waren beim AMS Amstetten 331 Personen unter 25 Jahren arbeitslos vorgemerkt, das ist die gleiche Anzahl an Jugendlichen wie ein Jahr zuvor.

Im Niederösterreich-Durchschnitt beträgt der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen hingegen plus 15 Prozent. „Wir haben das Ziel, dass kein Jugendlicher länger als vier Monate arbeitslos ist. Hier greifen besonders Maßnahmen wie das Jugendbildungszentrum oder die Ersatzlehre für Lehrlinge“, weiß Vetter.

Eine Prognose für die kommenden Monate gestaltet sich schwierig. Vetter hofft jedoch auf eine moderate Senkung der Arbeitslosigkeit ab dem zweiten Quartal, sollte die Impfung greifen.

„Sicher ist, dass durch die Kurzarbeit viele Jobs gerettet worden sind. Der Höchstand war, dass 950 Betriebe das Modell genützt haben. Etliche Betriebe kämpfen aber jetzt schon ums Überleben, man wird im Lauf des Jahres 2021 sehen, ob die Rahmenbedingungen für diese Betriebe ausreichen“, blickt Vetter in die Zukunft. Schwierig wird es vor allem für jene Unternehmen sein, die bereits vor der Coronapandemie unter Druck standen.

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