Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung in Ardagger

In Ardagger ist ein neues Wohnprojekt für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf geplant.

Erstellt am 07. Dezember 2021 | 17:04
Lesezeit: 1 Min

In Ardagger entsteht derzeit ein Wohnprojekt für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Das Angebot gewährleistet nach der Fertigstellung 24 Personen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben nach ihren Vorstellungen und persönlichen Fähigkeiten. Die Begleitung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team.

Ziel ist das Schaffen von Rahmenbedingungen, die es den Bewohnern ermöglichen, sich in die Gemeinde einbringen zu können und so Teilhabe zu ermöglichen. Die NÖN unterstützt das Projekt im Rahmen der „Licht ins Dunkel“-Aktion.

„Wir haben die Situation, dass oft auch die Elterngeneration, die Menschen mit Behinderung betreut haben, älter und eine Betreuung immer schwieriger wird. Die Diakonie ist spezialisiert auf derartige Wohnungen und hat in Oberösterreich hier bereits viele Erfahrungen gesammelt“, erklärt Ardaggers Bürgermeister Hannes Pressl.

Das Gebäude entsteht in drei Stockwerken, jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer und teilt sich mit einem weiteren eine umfangreiche Nasszelle. „Das Wohnheim ist in drei Stockwerke und zugleich in drei Achtergruppen unterteilt. Diese sind bis zu einem gewissen Grad selbstorganisierend. Von diesem Fordern und Fördern profitieren auch alle Bewohner“, berichtet Pressl weiter.

Großes Interesse an Wohnplätzen

Der Spatenstich erfolgte im Juni, die Arbeiten sollen dann Anfang 2023 abgeschlossen sein. Über den Winter gilt der Fokus den Installationsarbeiten. Auch die Außenanlagen sind in der Rohfassung fertig.
Bereits jetzt ist das Interesse an Wohnplätzen sehr groß. „Es gibt kaum noch freie Plätze. Die Bewohner kommen auch von weiter weg, zum Beispiel aus dem Bezirk Melk oder dem oberösterreichischen Raum. Es ist ein überregionales Projekt für Menschen mit Behinderung“, sagt Pressl.