Bezirk Amstetten auf Platz eins bei den Löhnen

Das Medianeinkommen ist im Bezirk Amstetten höher als in allen anderen niederösterreichischen Bezirken. Allerdings gibt es Unterschiede bei den Geschlechtern.

Erstellt am 30. Dezember 2020 | 04:07
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Foto: pixabay

Der Bezirk Amstetten steht mit einem Medianeinkommen von 2.518 Euro an der Spitze in Niederösterreich. Das Medianeinkommen lag um 12,7 Prozent über dem niederösterreichischen Einkommensniveau. Der Abstand auf den Landesschnitt erhöhte sich um 0,8 Prozentpunkte. Das ergab eine Einkommensanalyse der Arbeiterkammer.

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Mit einem Medianeinkommen von 2.518 Euro liegt der Bezirk Amstetten auf dem ersten Platz in Niederösterreich. In Hollabrunn liegt das Medianeinkommen um 780 Euro darunter.
Quelle: AK NÖ; Illustration: JANGKUNG STUDIO/Shutterstock.com; Grafik: Gastegger

Gegenüber 2018 kam es 2019 zu einem realen Einkommensgewinn in Höhe von 2,10 Prozent. Bei genauerer Betrachtung wird allerdings deutlich, dass es zwischen den Geschlechtern klare Unterschiede gibt. Das Medianeinkommen der Männer lag um 12,8 Prozent über dem landesweiten Vergleichswert, jenes der Frauen um 4,9 Prozent darunter. Bei den weiblichen Angestellten liegen jene im Bezirk Amstetten sogar 7,2 Prozent unter dem Landesschnitt der Medianeinkommen.

„Wir sind ein Metallerbezirk mit einer guten Industrie, vielen Gewerkschaftsmitgliedern und daher guten Kollektivvertrags-Abschlüssen. Außerdem profitieren wir durch die Nähe zu Oberösterreich davon, dass auch im Bezirk gute Gehälter gezahlt werden müssen“, erklärt Robert Schuster, Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer Amstetten. Auf der Gegenseite sei die Lage der Frauen-Einkommen jedoch „katastrophal, weil sehr viele Frauen in Teilzeit arbeiten. Es gibt, wie auch kürzlich wieder eine Studie gezeigt hat, zu wenig Angebote an Vollzeit-Arbeitsstellen. Da Frauen oft zum Beispiel im Handel arbeiten, wo schlechte Löhne gezahlt werden, sind die Medianeinkommen auch so niedrig“, führt Schuster weiter aus.

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