Das Coronavirus hat auch St. Georgen erreicht. Am Montag soll es ein Abstimmungsgespräch über das weitere Vorgehen geben. Gemeindeeinrichtungen wie der Georgsaal bleiben geschlossen. Fake News über Schließung des Kaufhauses Reschauer.

Von Peter Führer. Erstellt am 14. März 2020 (14:29)
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APA (Archiv)

Das Coronavirus hat auch die Marktgemeinde St. Georgen am Ybbsfelde erreicht. Bei einer Person ist eine Infektion bestätigt, womöglich sind es aber bereits deutlich mehr. Am Montag soll es um 8 Uhr ein Abstimmungsgespräch zwischen Kindergarten, Volksschule, Seniorentageszentrum, Freiwilliger Feuerwehr, Pfarre, Polizei und Gemeinde geben. „Wir werden die getroffenen Maßnahmen in St. Georgen abstimmen und es geht noch am selben Tag eine detaillierte Information an die St. Georgner“, berichtet Ortschef Christoph Haselsteiner. 

Fix ist, dass Gemeindeeinrichtungen wie der Georgsaal sowie die Turnsäle von Kindergarten und Volksschule zumindest bis 12. April gesperrt werden. Das Gemeindeamt bleibt zwar besetzt, Haselsteiner appelliert aber, andere Kontaktmöglichkeiten (Telefon, Mail) zu nützen. "Wir sind erreichbar und werden bei Fragen laufend informieren", so der Ortschef. 

Ein großes Problem seien derzeit Fake News. So habe es Gerüchte gegeben, dass das Kaufhaus Reschauer bald schließen würde. Eine Falschmeldung. Haselsteiner richtet daher die Bitte an die Bevölkerung, nur jene Informationen weiterzugeben, die aus gesicherten Quellen kommen. „Wichtig ist es, jetzt Ruhe zu bewahren, keine Hamstereinkäufe wegen Fake News zu tätigen und vor allem keine Panikmache zu betreiben“, erklärt er. Auch sei es entscheidend, soziale Kontakte zu meiden, um die Ausbreitung zu verlangsamen und zu minimieren. „Bitte unterstützen wir diese Vorkehrungen und bleiben wir ruhig“, betonte Haselsteiner.