Matras-Steig: Wanderin (55) aus Bergnot gerettet

Erstellt am 27. Juli 2022 | 15:43
Lesezeit: 2 Min
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Foto: ÖBRD NÖ/W
Eine 55-jährige Wanderin aus dem Bezirk Amstetten kam auf dem Matras-Steig (Brandstetterkogel) am Montag Nachmittag vom Steig ab. Sie gelangte in steiles und ausgesetztes Felsengelände. Für die Frau gab es weder ein Vor noch ein Zurück. Sie wurde von der Bergrettung gerettet.
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Eine 55-jährige Frau aus dem Bezirk unternahm in Begleitung ihres Mannes die Tour auf den Brandstetterkogel. Das Paar trennte sich beim Abstieg, während der Mann den direkten Wanderweg zum Donauufer wählte, stieg die Frau in den Matras-Steig ein. Dieser weist einige Abzweigungen zu Aussichtspunkten auf, ebenso gibt es Ausstiegs- beziehungsweise Zustiegssteige zu Kletterfelsen. Einer derartigen Spur war die Wanderin gefolgt, bis es für sie keinen Weiterweg oder Rückweg mehr gab. Der abgesetzte Alpin-Notruf erreichte die Bergrettung Amstetten. 

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Foto: ÖBRD NÖ/W

Für die Bergrettung gehört eine „Felsbergung“, noch dazu einer unverletzten Person, zu den klassischen Standardaufgaben. Schwierig ist allerdings an Wochentagen in der Urlaubssaison die entsprechende Einsatzmannschaft zu stellen. Die Bergrettung Amstetten forderte daher Unterstützung der Bergrettung Waidhofen/Ybbs an.

Fordernder Zustieg der Einsatzkräfte 

Sieben Bergretter und ein Polizeibeamter waren letztlich im Einsatz. Mit der Frau konnte bald Rufkontakt hergestellt werden. Der Zustieg am bisher heißesten Tag des Jahres erforderte einige Seillängen herausfordernder Kletterei. Dabei stellten die stark bemoosten Felsen und Steinschlag eine besondere Gefahr dar. Die Frau wurde über eine etwa 25 m hohe vertikale Felsstufe abgeseilt und weiter gesichert zur Donauuferstraße geleitet, wo sie ihrem Begleiter unbeschadet übergeben werden konnte. 

Angesichts des Einsatzes rät die Bergrettung dazu, Touren gut zu planen, am markierten Weg zu bleiben, bei „Verhauern“ rechtzeitig umzukehren und zur letzten Markierung zurückzugehen. Ebenfalls wichtig: Bei Abzweigungen auf den Wegverlauf achten, richtige Ausrüstung wählen - feste Schuhe, Sonnenschutz /Wetterschutz, aufgeladenes Handy und Powerbank, ausreichend Getränke mitführen. Sollte es nicht mehr weitergehen den Alpin-Notruf 140 wählen, die Bergrettung komme so schnell wie möglich.

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