Gymnasium-Direktor: „Ein faires Not-Modell“

Erstellt am 17. April 2020 | 04:34
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Beim Gymnasium Amstetten sieht man das „Not-Modell“ der Matura als fair an. Derzeit laufen noch Vorbereitungsarbeiten, man fühlt sich aber für die neue Form gerüstet.
Foto: Führer
Gymnasium-Direktor Josef Spreitz über die Vorbereitungen zur heurigen Matura.
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 In veränderter und reduzierter Form wird die Matura, nach langer Ungewissheit, heuer durchgeführt (siehe Artikel links). Die dafür notwendigen Vorbereitungen laufen natürlich auf Hochtouren. „Wir haben die Maturanten bestmöglich über die Änderungen informiert. Ein Brief an alle Schulpartner mit den geplanten Neuerungen wurde verschickt. Gleich nach den Osterferien starten wir mit der Feinplanung: Wir klären mit den Pädagogen der achten Klassen die letzten wichtigen Fragen zum Abschluss des Schuljahres und setzen letzte notwendige Schritte bezüglich Vorbereitung“, berichtet etwa Josef Spreitz, Direktor des Bundesgymnasiums Amstetten.

Dauer der schriftlichen Arbeiten wird verlängert

Durch ein erfolgreiches IT-Update im heurigen Schuljahr könne man auch die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen gut meistern. So wird für alle Maturanten ein Mundschutz bereitgestellt, die Arbeitsflächen werden desinfiziert und in jedem Prüfungsraum steht zumindest ein Desinfektionsmittelspender bereit. „Die Sitzordnung wird so gewählt, dass der Sicherheitsabstand gewahrt bleibt. Diesbezüglich werden wir ausreichend Computer zur Verfügung haben. Wichtig ist zudem, dass die Dauer der schriftlichen Arbeiten um jeweils eine Stunde verlängert wird, damit der Prüfungsraum nach jeder Stunde ordentlich gelüftet werden kann“, blickt Spreitz in die Zukunft. Im Fokus müssen die Maturanten stehen, wie der Direktor unterstreicht. Sie bräuchten Klarheit, die es jetzt gibt.

„Aus meiner Sicht ist diese Form der modifizierten Reifeprüfung als ‚Not-Modell‘ auch fair. Die Einbeziehung der Jahresnoten wäre durchaus für die Zukunft denkbar, weil sie einen längeren Lern- und Leistungsprozess gut dokumentieren.“ Und wie nehmen die Schüler des Gymnasiums die adaptierte Variante auf? „Laut unserem Schulsprecher, der ja gleichzeitig heuer Maturant ist, gibt es zwei Gruppen: Die einen sind froh über die Änderungen, die anderen trauern etwas der ursprünglichen Form der Reifeprüfung nach, weil sie sich bereits sehr gut auf die Matura vorbereitet fühlen. Rein organisatorisch wäre die Reifeprüfung in der bisherigen Form nicht mehr durchzuführen.“

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