Anrainer ärgern sich über Lkw-Verkehr

Erstellt am 06. Oktober 2014 | 10:13
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Foto: NOEN, Wolfgang Kapf
Proteste / Lastwagenlenker weichen in Mauer Polizeikontrollen beim Weißen Kreuz über Bahnhofstraße aus. Bürger fordern Fahrverbot.
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Der Lkw-Verkehr in der Bahnhofstraße hat im letzten Jahr stark zugenommen – obwohl nach Ansicht der Anrainer die Lastwagen dort gar nichts zu suchen haben.

„Vor allem fürchten wir um unsere Kinder“

„Uns stört der Lärm, denn es geht schon um 5.30 Uhr los. Vor allem fürchten wir aber um unsere Kinder, die entlang der Straße zur Schule gehen. Außerdem ist hier der Kindergarten, an dem die Lastwagen direkt vorbeifahren“, sagen die Bürger. 40 bis 50 Lkw seien es täglich, vor allem Betonmischwägen.

Die Anrainer haben sich an Ortsvorsteher Anton Ebner gewandt und um Hilfe gebeten. Für den SP-Politiker ist klar, warum die Lastwagen durch die Bahnhofstraße fahren.

„Wenn sie Richtung Amstetten wollen, umgehen sie damit eine mögliche Gewichtskontrolle durch die Polizei. Denn beim weißen Kreuz steht des Öfteren ein Prüfzug des Landespolizeikommandos. Eine Kontrolle kostet natürlich Zeit, daher suchten die Lenker nach Ausweichrouten. Da schlängeln sie sich offenbar lieber durch die Engstellen im Ortszentrum von Mauer.“

Polizei hat keine wirkliche Handhabe

Der SP-Politiker hat schon mit der Polizei in Ulmerfeld über das Problem gesprochen und um Kontrollen in der Bahnhofstraße gebeten. „Tatsache ist, dass, wenn wir dort stehen, kaum Lastwagen durchfahren. Die Lenker verständigen sich natürlich rasch über die Orte, wo kontrolliert wird“, sagt Inspektionskommandant Karl Gschöpf.

Zudem hätten die Beamten auch keine Handhabe gegen die Lkw-Lenker. „Wenn sie nicht zu schnell sind, dann können wir nichts tun. Es ist erlaubt durch diese Straße zu fahren“, sagt Gschöpf. Nach Ansicht der Anrainer sind allerdings viele Lastwagen auch zu schnell dran.

Durchfahr- oder Fahrverbot als einzige Option?

Ebner will das Problem in der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses auf die Tagesordnung setzen. „Ich sehe nur eine Möglichkeit, nämlich ein Durchfahr- oder ein gänzliches Fahrverbot für Lkw zu erlassen. Da müssen wir mit der Bezirkshauptmannschaft Kontakt aufnehmen und da braucht es natürlich eine Verkehrsverhandlung“, sagt der Ortsvorsteher.

Ein Problem mit Lastwagen ortet Ebner übrigens auch beim Kreisverkehr bei der Ortsvorstehung. „Da kommen oft Lastwagen von Amstetten und fahren Richtung Ludwigsdorf. Warum die nicht auf der B121 fahren und auf der Oiden oder in Öhling auf die Autobahn weiß ich nicht.“

Beim Lokalaugenschein mit der NÖN fuhr just ein Lkw mit Judenburger Kennzeichen vorbei. „Ich frage mich, was der hier zu suchen hat“, sagt Ebner.

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