Joachim Eckert neuer Zahnarzt in St. Georgen/Y. Joachim Eckert folgt Alexander Koinegg, der mit Ende März seine Tätigkeit beenden wird, in St. Georgen nach.

Von Peter Führer. Erstellt am 24. März 2021 (04:07)
Bürgermeister Christoph Haselsteiner, Zahnarzt Alexander Koinegg, der noch bis Ende März ordinieren wird, und Nachfolger Joachim Eckert beim Besuch in der Praxis. Hier steht ein Umbau auf dem Programm. Eckert wird dann im Spätsommer seine Zelte in St. Georgen aufschlagen.
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Mit Ende März wird Zahnarzt Alexander Koinegg nach fast neun Jahren in der Praxis in St. Georgen seine Tätigkeit beenden. Er kehrt in seine steiermärkische Heimat zurück. Um die Praxis weiterführen zu können, wurde die Kassenstelle mit Wirkung 1. April neu ausgeschrieben und nun neu besetzt. Künftig wird hier Joachim Eckert (50) Kindern und Erwachsenen „auf den Zahn fühlen“.

„Wir haben bereits im Vorjahr Kontakte geknüpft und auch Alexander Koinegg hat uns bei der Suche nach einem Nachfolger unterstützt. Wir sind froh, dass wir diese medizinische Versorgung weiter anbieten können“, erklärt Bürgermeister Christoph Haselsteiner. Er spricht Koinegg für sein Engagement seinen Dank aus. Man verliere „einen zuverlässigen Zahnarzt, der sich gut integriert hat. Er hat dafür gesorgt, dass die Kassenstelle attraktiv blieb. Wir wünschen ihm viel Freude und Erfolg in seiner Heimat.“

Nachfolger Joachim Eckert wird im Spätsommer seine neue Praxis beziehen können. Bis dahin steht nämlich ein Umbau der Zahnarzträumlichkeiten im St. Georgner Gemeindeamt auf dem Programm. Dieser soll bis voraussichtlich 1. Oktober fertiggestellt sein. So lange wird Eckert daher weiterhin in seiner Praxis in Amstetten ordinieren.
„Wir werden ab 1. April die Räumlichkeiten sanieren. Die Eröffnung ist dann für Spätsommer geplant. Sobald es möglich ist, wird Joachim Eckert nach St. Georgen übersiedeln“, klärt Bürgermeister Christoph Haselsteiner auf.


Gemeinderat zieht um, Lift wird errichtet

Der Umbau betrifft auch den Gemeinderatssaal. Hier werden zwei Behandlungsräume entstehen. Der Gemeinderat wird daher für die kommenden Monate und Jahre im Georgsaal seine Sitzungen abhalten. Wie bereits während der vergangenen Pandemiemonate. Außerdem wird dank des Lifts ein für die Praxis notwendiger barrierefreier Zugang geschaffen. Dieser soll dann vom Untergeschoß bis zum Dachgeschoß, wo sich das Archiv befindet, die Stockwerke verbinden und damit auch den Zugang zum Zahnarzt erleichtern. Insgesamt sind drei Behandlungsräume geplant, derzeit stehen nur zwei zur Verfügung. Der Wartebereich wird deutlich vergrößert.
Für die Umbauarbeiten rechnet die Gemeinde mit Kosten von 250.000 bis 300.000. „Das betrifft aber nicht nur die Zahnarztpraxis, sondern auch andere Geschoße. Diese sind ja durch den Lifteinbau betroffen“, erklärt Haselsteiner.


Praxis-Umbau soll Anfang Mai starten

Bis Ende März soll das Grobkonzept stehen. Danach folgen die Auftragsvergaben. Den Beginn des Umbaus visiert man mit Anfang Mai an.
Zahnarzt Joachim Eckert freut sich jedenfalls über die Aufgabe und betont, dass die Gemeinde mit den Räumlichkeiten ein attraktives Angebot geschnürt habe. Die Praxis werde dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

„Ich werde auch nach Kräften die Kunden von Alexander Koinegg übernehmen. Außerdem ist geplant, dass in St. Georgen auch eine Kieferorthopädin zur Verfügung stehen soll“, sagt der Zahnmediziner und zweifache Vater.Voraussichtlich gelten in St. Georgen nach der Praxiseröffnung übrigens die selben Ordinationszeiten wie in Amstetten. Seine Praxis in der Bezirkshauptstadt wird Eckert dann schließen. Positive Nachrichten gibt es für die Mitarbeiter von Alexander Koinegg. Sie erhalten die Möglichkeit, auch für seinen Nachfolger weiterzuarbeiten. Wie auch das Team, das derzeit in Amstetten tätig ist. „Alexander Koinegg hat sie sehr empfohlen, daher möchte ich auch das Personal sehr gerne übernehmen, ich vertraue meinem Kollegen“, betont Eckert.


Allgemeinmediziner: Interesse ist vorhanden

Während damit die Lücke einer leeren Zahnarztpraxis geschlossen ist, geht die Suche nach einem neuen Allgemeinmediziner noch weiter. Die Marktgemeinde will ja als eine von zwei Gemeinden in Niederösterreich die Landarztgarantie in Anspruch nehmen. „Es hat bereits Gespräche mit Gabriele Polanezky von der zuständigen Gesundheit Mostviertel GmbH gegeben. Intern ist im Landesklinikum die Ausschreibung erfolgt. Es dürfte auch bereits ein erstes Interesse geben“, berichtet Bürgermeister Haselsteiner vom aktuellen Stand der Dinge.

Klar sei, dass die Gemeinde die Kosten für die Räumlichkeiten und das Assistenzpersonal übernehmen müsste. Es wird aber eine Förderung vom Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) geben. „Die Landarztgarantie soll ein Anreiz sein, die Arbeit als Allgemeinmediziner kennenzulernen. Für uns wäre es sehr wichtig, wenn sich ein Arzt findet. Das Ziel ist es, im zweiten Quartal eine Lösung zu haben“, sagt Haselsteiner.