Mit Luftdruckgewehr 20 Kaninchen erschossen

Erstellt am 28. August 2012 | 00:00
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Kaninchen
Foto: NOEN, Bilderbox
WUTAUSBRUCH / Weil sich Nachbarin über die Tiere beschwerte, rastete Weistracher aus. Behörde ermittelt wegen Tierquälerei!
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WEISTRACH / „Mein Nachbar begann mit einem Luftdruckgewehr auf seine freilaufenden Zwerghasen zu schießen. Da nicht jeder Treffer erfolgreich war, verursachte das bei den Tieren große Schmerzen und Leid. Am nächsten Morgen fanden meine Söhne in einem Wald mindestens 20 Kadaver, die nur mit Reisig bedeckt waren. Das Grundstück gehört nicht dem Hasenbesitzer!“

Die aufgebrachte Nachbarin des Weistrachers erstattete Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft und auch bei der Polizei. Dort musste man sich selbst erst einmal schlau machen, wie in einem solchen Fall die Rechtslage ist. „Grundsätzlich dürfen Tiere, die dem Verzehr dienen, laut Bundestierschutzgesetz auch getötet werden“, sagt Polizeikommandant Oliver Zechmeister aus St. Peter. Dass jemand mehr als 20 Hasen mit einem Luftdruckgewehr erschieße, sei natürlich ein besonderer Fall. Die Beamten waren vor Ort und sprachen auch mit dem „Täter“. „Offenbar handelt es sich da um einen Nachtbarschaftsstreit. Die Nachbarin hat sich beschwert, weil die Kaninchen auch auf ihrem Grundstück waren und dort Schaden anrichteten. Aus Wut hat er dann die Hasen erschossen.“ Einen strafrechtlichen Tatbestand sieht er nicht. Die Polizei hat einen Bericht an die Bezirkshauptmannschaft geschickt. Dort wird die Causa geprüft. „Auf jeden Fall muss der Mann die toten Hasen zu einer Kadaverentsorgungsfirma bringen. Er kann sie nicht im Wald liegen lassen“, sagt Bezirkshauptmann Mag. Martina Gerersdorfer. Derzeit werde auch geprüft, ob ein Fall von Tierquälerei vorliege. „Wenn dem so ist, werden wir eine Sachverhaltsdarstellung an den Staatsanwalt schicken“.

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