Mit Pistole bedroht

Erstellt am 23. Juni 2014 | 11:13
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 5513
Foto: NOEN, gunfactory
51-jähriger Amstettner drohte drei Asylwerbern mit dem Umbringen und wurde verhaftet. Waffe war nicht geladen.
Werbung

Vor einem Wohnhaus in der Wiener Straße bedrohte am Donnerstagabend offenbar ein 51-jähriger Amstettner zwei tschetschenische und einen somalischen Asylwerber mit einer Pistole. „Ich bringe euch um“, soll der Mann gedroht haben.

Erste Durchsuchung: Pistole verschwunden?

Einer der Tschetschenen rief daher telefonisch die Polizei zuhilfe. Als die Beamten am Tatort eintrafen, bemerkten sie in der Wagmeisterstraße einen Mann, der sich hinter einem geparkten Lieferwagen versteckte. Den Polizisten gelang es, den Täter einzukreisen und festzunehmen. Er leistete keinen Widerstand.

Da die Beamten aber nicht wussten, ob er die Pistole noch immer bei sich hat, war der Einsatz natürlich heikel. Eine erste Durchsuchung nach der Verhaftung zeigte, dass der Mann sich der Waffe inzwischen entledigt hatte. Der 51-jährige Amstettner wurde in die Anhaltezelle der Polizeiinspektion gebracht. Im Verhör gab er an, er habe die Pistole in seiner Wohnung versteckt.

Dort fanden sie die Beamten denn auch tatsächlich im Schlafzimmer unter der Bettdecke. Es handelte sich um eine Signalpistole Type Kaliber 4. Munition konnten die Polizisten allerdings keine finden und die Waffe dürfte auch, als der Amstettner die Asylwerber damit bedrohte, nicht geladen gewesen sein.

Mehrfache Beschimpfungen als Motiv

Die Asylwerber (26, 25 und 22 Jahre alt) gaben an, dass sie der Amstettner zuerst beschimpft habe, dann verschwunden, aber bald mit der Waffe zurück gekommen sei. Er habe sie aus einer Entfernung von etwa fünf Metern damit bedroht.

Der 51-jährige Täter gab als Motiv an, dass er und seine Lebensgefährtin von den Tschetschenen in der Vergangenheit mehrfach beschimpft worden seien. Er habe auch nicht auf die Männer gezielt, sondern die Pistole in die Luft gehalten. „Ich wollte sie nur einschüchtern, aber nicht verletzen.“

Werbung