Mit Tempo 154 durch Reichsstraße. Nach Anrainerbeschwerden führte Stadt Geschwindigkeitsmessungen durch. 85 Prozent halten sich an Limit.

Erstellt am 08. September 2014 (12:09)
SP-Verkehrssprecher Bernhard Wagner und SP-Nationalratsabgeordnete, Stadträtin Ulrike Königsberger-Ludwig mit den ausgewerteten Radardaten, die zeigen, 85 Prozent der Autofahrer halten sich an Tempo 70.
NOEN, Kovacs
Bürger beschwerten sich bei der Stadt, dass viele Autos in der Reichsstraße stadtauswärts zu schnell unterwegs sind. Im August wurde deshalb rund 200 Meter unterhalb des Gasthauses Dorner ein mobiles Messgerät aufgestellt.

„Warum die Zahl der Autos so schwankt, ist schwer zu sagen“

Das Ergebnis: „Etwa 85 Prozent der Autolenker halten sich an die dort vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h“, berichtet SP-Verkehrssprecher Bernhard Wagner.

Enorm ist das Verkehrsaufkommen in der Reichsstraße, wobei dieses in den drei Augustwochen, in denen gemessen wurde, stark variierte. Vom 5. bis 11. August passierten 72.985 Autos die Messstelle, vom 11. bis 18. August waren es 49.719 und von 18. bis 25. August insgesamt 35.512. „Warum die Zahl der Autos so schwankt, ist schwer zu sagen, die Verkehrsbelastung ist in diesem Bereich für die Anrainer aber auf alle Fälle enorm“, sagt Wagner.

Je mehr Verkehr ist, umso geringer ist natürlich auch die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge. Nimmt man alle Messungen zusammen, lag sie bei 64 km/h.

291 Fahrzeuge waren schneller als mit 100 km/h unterwegs

Es gab natürlich auch Ausreißer nach oben, vor allem am Abend und in der Nacht. Ein Fahrzeug wurde mit unglaublichen 154 km/h gemessen, ein zweites mit 152 km/h. „Ich habe schon Inspektionskommandant Oliver Zechmeister gebeten, dass die Polizei dort gerade in den Nachtstunden des Öfteren Radarkontrollen durchführt“, erklärt der SP-Gemeinderat.

Insgesamt waren 291 Fahrzeuge schneller als mit 100 km/h unterwegs. Gemessen an der Gesamtzahl von 158.218 Fahrzeugen sind das verschwindende 0,18 Prozent. „Dennoch wollen wir Maßnahmen setzen, weil natürlich jeder Raser einer zuviel ist“, sagt Wagner.