Winklarn: Elektro-Fahrtendienst „Emil“ ist ein Jahr alt

Erstellt am 12. März 2022 | 05:59
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeisterin Sabine Dorner (rechts) und Gründungsmitglied Sandra Pilz-Wallner verweisen auf die Vorteile des Fahrtendiensts.
Foto: Gabriela Leimhofer
Gemeindevertreter ziehen zufrieden eine erste Bilanz.
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Bereits vor einem Jahr ist auf Antrag des e5-Energieteams im Gemeinderat der Elektro-Fahrtendienst „Emil“ ins Leben gerufen worden und ist seitdem in der Region unterwegs. Winklarns Bürgermeisterin Sabine Dorner und Gründungsmitglied Sandra Pilz-Wallner ziehen nach den ersten zwölf Monaten eine Bilanz. „Die Lücken des öffentlichen Verkehrs können durch unseren Elektro-Fahrtendienst ‚Emil‘ geschlossen werden“, weiß Dorner. Gerade im ländlichen Raum sind nicht alle Strecken durch Bus oder Bahn abgedeckt. Durch „Emil“ ergeben sich neue Möglichkeiten, die auch Winklarns Bewohner dankbar angenommen haben.

Bereits über hundert Mitglieder zählt der Verein mittlerweile, welcher mit einer Altersspanne von 6-85 Jahren alle Altersgruppen vertritt. „Um den Service zu nutzen, muss man sich als Mitglied registrieren und hat dann einen Jahresmitgliedsbeitrag zu entrichten“, verrät Dorner. Um auch organisatorisch das beste Angebot für die Benutzer bereitstellen zu können, ist „Emil“ den Winklarnern und den Personen, die einen Bezug zur Gemeinde haben, vorbehalten. Für die Fahrt selbst erfolgt die Anmeldung entweder online auf der Website des Fahrtendienstes oder per Telefon (siehe Infobox).

„Kann Erleichterung für jede Altersgruppe bringen“

Gerade Menschen, die keine Möglichkeit haben, selbstständig zu Arztterminen, Apothekenbesuchen oder auch zum Einkaufen fahren zu können, profitieren. Aber auch Familien können aus dem Fahrtendienst einen Vorteil ziehen. „Oft haben Eltern nur ein Auto und haben so Schwierigkeiten, die Kinder zum Beispiel zu Vereinen zu bringen. Hier hilft „Emil“ aus“, erklären Dorner und Pilz-Wallner.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Mercedes-Benz eVito Tourer, 9-Sitzer Bus, der zu 100 Prozent elektrisch betrieben wird. Angefahren wird der Bereich mit einem Radius von rund 15 Kilometern, gemessen vom Gemeindeamt in Winklarn. Orte wie Ardagger, Blindenmarkt, aber auch Allhartsberg und natürlich Amstetten fallen somit in die Zone.

Die Fahrer selbst sind alle ehrenamtliche Mitarbeiter. Sie übernehmen mehrmals im Monat einen 3-Stunden-Fahrtendienst. Voraussetzung sind ein Führerschein, wobei kein Probeschein akzeptiert wird, und die Mitgliedschaft im Verein.

„Wir halten auch regelmäßige Sitzungen ab, bei denen Feedbacks und Ideen der Leute eingeholt werden“, so Bürgermeisterin Dorner. Eine Konkurrenz zu einem Taxi-Unternehmen soll „Emil“ nicht darstellen, da der Dienst auf rein ehrenamtlicher Ebene geführt wird. Auch im Bezug auf die Fahrtzeiten, welche von Montag bis Freitag von 6.30 Uhr bis 18.30 Uhr festgelegt sind, zeigt sich, dass es sich mehr um einen gemeinnützigen Fahrtendienst als ein Taxi handelt, das jederzeit erreichbar ist. „Wir sind gerne offen für neue Vorschläge, um auf die Bedürfnisse der Bürger einzugehen“, schließt Ortschefin Sabine Dorner.

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