Seltener Operngenuss in Grein

Erstellt am 10. August 2022 | 04:18
Lesezeit: 2 Min
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Maria Ladurner (Eurinda), Jakob Maximilian Gerbeth (Floridoro) und Markus Miesenberger (Filandro) glänzten mit viel Emotionen.
Foto: Foto Reinhard Winkler
Die mit Spannung erwartete Premiere „Moro per amore“ von Stradella begeistert durch Spiel und gefühlvolle Musik.
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Mit der beeindruckenden Produktion der komödiantischen Oper des italienischen Komponisten Alessandro Stradella „Moro per amore“ ist Intendantin Michi Gaigg ein Coup gelungen.

Die kaum gespielte Barockoper in der Regie von Manuela Kloibmüller wird mit viel Leidenschaft und geballter Emotion dargeboten. Ein wunderbares Ensemble, das Euridice Barockorchester der Anton Bruckner Privatuniversität unter der Leitung von Erich Traxler liefert glanzvolle und berührende musikalische Momente. Aber auch die empfindsame und wohldurchdachte Inszenierung vor einem sparsamen Bühnenbild mit modernen Elementen und schlichten Kostümen sorgt für ein Opernvergnügen.

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Die Schlussszene mit Markus Miesenberger (Filandro), Marelize Gerber (Lucinda), Markus Volpert (Rodrigo), Johanna Rosa Falkinger (Fiorino), Maria Ladurner (Eurinda), Cornelia Traxler (Lindora) und Jakob Maximilian Gerbeth (Floridoro).
Foto: Reinhard Winkler

Die wiederentdeckte Oper „Moro per amore“, trägt im italienischen Titel eine Doppelbedeutung: „Ich sterbe für die Liebe“ und „Mohr aus Liebe“. „Moro“ bedeutet so viel wie dunkelbraun und bleibt ein Symbol für den Fremden, dem in sehr begehrlicher Weise begegnet wird, betont Regisseurin Kloibmüller. In der Tat ist der Inhalt voller Tücken rund um die Liebe. Der mit viel Schmerz vollgepackte Stoff entführt in eine andere Zeit und zeigt in einprägsamen Bildern das Ringen um wahre Liebe und den Kampf um Freiheit. Insgesamt eine homogene, ergreifende Vorstellung, die das Premierenpublikum begeisterte.

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