Amstettner verärgert über Dämmstoff-Entsorgung. Amstettner ärgert sich über große Unterschiede bei Kosten für Dämmstoff-Entsorgung. Diese können nun bei Altstoffsammelzentren nicht mehr abgegeben werden.

Von Peter Führer. Erstellt am 04. August 2021 (05:08)
Dämmstoff Symbolbild
Dämmstoff Symbolbild
Shutterstock/colorshadow

Der Amstettner Peter Pfisterer wollte in der Vorwoche Dämmstoff entsorgen. Daher suchte er die Altstoffsammelzentren (ASZ) Ost und West auf. Und wurde beide Male abgewiesen. Denn die ASZ nehmen seit Frühjahr keine Stein- und Tellwolle mehr entgegen.

„Anscheinend kann man diese Stoffe hier nicht mehr entsorgen, obwohl das früher immer möglich war. Anscheinend aus gesundheitlichen Gründen. Ok, das muss man akzeptieren. Mich ärgert aber, dass es bei den anderen Abfallentsorgern, wie Baier, ASA oder Weinhauser, so gravierende Unterschiede bei den Preisen gibt“, berichtet Pfisterer.

So sei bei einem Unternehmen der Kilopreis bei 93 Cent gelegen, bei einem anderen bei 14 Euro. Dazu kommen oftmals fixe Gebühren, unabhängig vom Umfang der abgegeben Menge.

„Ich verstehe nicht, warum hier nicht die Politik, wenn es schon nicht mehr möglich ist, bei den Alt-stoffsammelzentren Dämmstoffe abzugeben, eingreift. Und verhindert, dass es so große Unterschiede gibt“, zeigt Peter Pfisterer kein Verständnis für die unterschiedliche Preisgestaltung.

„Sind dabei, Lösungen zu entwickeln“

Wie Anton Kasser, Obmann des für die ASZ zuständigen GDA, betont, ist der Grund dafür, dass die Problemstoffe nicht mehr angenommen werden, der Arbeitnehmerschutz. „Laut HP 14-Richtlinie sind diese Dämmstoffe lungengängig. Das bedeutet, dass man diese in eigenen Säcken sammeln muss, bevor sie entsorgt werden können. Wir sind derzeit dabei, hier Lösungen zu entwickeln, damit eine Abnahme auch bei den ASZ bald wieder möglich ist.“

Zur Preisgestaltung verweist Kasser darauf, dass hier der freie Markt den Unternehmen ermöglicht, eigene Preise festzulegen.