Bezirk Amstetten: Wertstoffzentren sind die Zukunft

Altstoffsammelzentren sollen größeren Wertstoffsammelzentren weichen.

Hermann Knapp
Hermann Knapp Erstellt am 30. Juni 2021 | 05:17
Altstoffsammelzentrum Müll Mülldeponie
Altstoffsammelzentrum - Symbolbild
Foto: BilderBox, BilderBox

Der geschäftsführende FPÖ-Bezirksparteiobmann Alexander Schnabel macht sich Sorgen um die Zukunft der Altstoffsammelzentren (ASZ) im Ybbstal. Gerüchte um eine Zusammenlegung machen die Runde.

Tatsächlich arbeitet der Gemeindedienstleistungsverband (gda) derzeit intensiv an einem neuen Konzept für die Altstoffsammlung im Bezirk. Derzeit gibt es 25 ASZ. „Aber mehr als die Hälfte davon entspricht nicht mehr dem modernen Standard für die Müllentsorgung. Wir haben da also ohnehin Investitionsbedarf“, sagt gda-Obmann Anton Kasser.

Das Land empfiehlt den Müllverbänden, die Zahl der Altstoffzentren zu reduzieren und je 7.000 Einwohner ein modernes Wertstoffzentrum zu errichten, das dann auch gefördert wird. Der Anfahrtsweg für Bürger soll allerdings nicht wesentlich über sieben Kilometer liegen (Ausnahmen sind möglich). Würde diese Empfehlung umgesetzt, gäbe es im Ybbstal künftig vermutlich nur noch ein Wertstoffzentrum.

Größeres Werkstoffsammelzentrum statt Altstoffsammelzentren

Aber auch in anderen Teilen des Bezirks ist mit einer Zusammenlegung von Altstoffsammelzentren zu einem Wertstoffsammelzentrum zu rechnen. Zwei bis drei Gemeinden werden sich künftig voraussichtlich eine solche Anlage teilen. „Wir führen noch Gespräche und sind mit den Bürgermeistern auf der Suche nach den besten Standorten. Im Herbst werden wir das Konzept präsentieren“, sagt Kasser. Im Bereich Amstetten ist zum Beispiel statt dem ASZ-West ein großes WSZ im Bereich Oiden angedacht. Das ASZ Amstetten Ost soll bestehen bleiben.

Zugänglichkeit ist wichtiger als Entfernung

„Den Bürgern sind die Entfernungen eher egal. Wichtig ist hingegen die leichte Zugänglichkeit zu den Sammelstellen und eine möglichst einfache Entsorgung des Abfalls“, hält der gda-Obmann fest. Diese Anforderung könne man in großen modernen Wertstoffzentren wesentlich besser erfüllen, betont Kasser und kündigt an, dass die neuen WSZ deutlich längere Öffnungszeiten haben werden.

„Da werden die Bürger von der neuen Struktur wirklich fett profitieren. Mittels Bürgerkarte kann sogar ein Zugang rund um die Uhr möglich werden.“

Es soll schnell gehen

Man wolle, so der gda-Obmann in Sachen Altstoffentsorgung, dorthin kommen, wo Oberösterreich jetzt schon sei, denn dort gäbe es keine Wartezeiten bei den Altstoffsammelzentren. „Und auch bei uns soll die Entsorgung etwas werden, was man zum Beispiel beim Einkaufen nebenbei erledigt, weil es so schnell und problemlos geht. Dafür brauchen wir die Wertstoffsammelzentren.“

Den Grund werden die Gemeinden zur Verfügung stellen, gebaut werden sollen die WSZ vom Verband und auch mit eigenem Personal betrieben. Die dadurch entstehenden Kosten werden natürlich eine Erhöhung der Müllgebühren zur Folge haben. „Aber das steht ohnehin an, weil wir sie seit elf Jahren nicht mehr angehoben haben“, sagt Kasser.

Und gda-Obmann-Stellvertreterin Manuela Zebenholzer betont, dass die Abfallentsorgung den Bürger derzeit rund 60 Cent pro Tag koste, was eine überschaubare Belastung sei. Das fertige Konzept wird der gda im Herbst präsentieren. Die Umsetzung soll in den nächsten fünf Jahren erfolgen.

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