Projekt in Umsetzung: Die Römer in Mauer

Erstellt am 18. August 2022 | 06:42
Lesezeit: 3 Min
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Die fleißigen Helfer aus dem Gemeinderat und vom Dorferneuerungsverein beim Errichten der „Römerwelt“ (von links): Otto Hinterholzer, Vizebürgermeister Markus Brandstetter, Gemeinderat Gerhard Irxenmayer, Ortsvorsteher Manuel Scherscher, Petra Mairhofer, Hermann Wurzenberger, Richard Strohmayr und Christian Himmelbauer.
Foto: privat
Der Dorferneuerungsverein Dolichenus Mauer errichtet aus SAM-Container ein Römermuseum.
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Die Römer kehren nach Mauer zurück. Derzeit laufen die Arbeiten an einem Römermuseum auf Hochtouren. Aus dem ehemaligen SAM-Container, der sich zuvor am Amstettner Hauptplatz befand, entsteht dank vieler freiwilliger Helfer rund um den Dorferneuerungsverein Dolichenus und einiger Gemeinderatsmitglieder ein neuer Platz für historische Fundstücke. „Wir wollen hier präsentieren, welche Fundstücke in Mauer gefunden wurden und auch zeigen, wie das Castell ausgesehen hat und die Geschichte inhaltlich aufarbeiten. Wenn man in Mauer wo mit dem Spaten reinsticht, dann sind die Chancen nicht klein, dass man eine Römermünze findet“, erzählt Ortsvorsteher Manuel Scherscher.

Entdeckt wurden im Ortsteil unter anderem bereits Gürtelschnallen, Münzen, Gebrauchsgegenstände aller Art. Etwa beim Bau des Betreubaren Wohnens. Einen Eindruck kann man sich dank einer Replika auch vom Dolichenus-Schatz machen.

„Wollen Geschichte sichtbar machen“

Federführend bei der Umsetzung des Römermuseums ist der Geschichtskreis des Dorferneuerungsvereins. Diesen bildeten die Mitglieder vor zwei Jahren. „Wir wollen ganz einfach einen Teil der Geschichte sichtbar machen. Für das Museum hat dann der Container, der ja vom Hauptplatz wegmusste, optimal gepasst“, führt Scherscher aus. An der wissenschaftlichen Ausarbeitung arbeiten regionale Hobbyarchäologen und Geschichtsforscher mit.

Die Arbeiten vor Ort starteten dann im Juni mit Fundamenten und Aushub. Später wurde der Container mithilfe des Bauhofs und einer beauftragten Firma aufgestellt. „Unsere Arbeit ist jetzt das Verkleiden, Behübschen und Bespielen. Wenn wir draußen fertig sind, werden noch Spenglerarbeiten vergeben und dann auch der Innenbereich fertig umgesetzt“, blickt Scherscher in die Zukunft. Zur Verwendung gelangen etwa Schauvitrinen, innen befinden sich auch diverses Equipment wie ein Fernseher oder ein Computer-Arbeitsplatz. Ein digitaler Schaukasten soll außen über das aktuelle Geschehen in Mauer informieren. „Das Ganze soll ein Treffpunkt werden“, weiß Scherscher, der allen freiwilligen Helfnern seinen Dank ausspricht. Ohne diese Unterstützung hätte das Projekt ein Vielfaches an Kosten mit sich gebracht.

Übrigens: Das Römermuseum soll auch Ausgangspunkt eines neuen Römer-Rundwanderweges werden. Dieser soll im Herbst eröffnet werden.

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