Aschbach: 100 Jahre Gesangsfreude

„Die große Zahl an Gästen zeigt uns wieder, dass Musica Aspacensis ein wichtiger und aus der Gemeinde Aschbach nicht mehr wegzudenkender Teil des Gemeinschaftslebens ist“, sagte die Obfrau des Chores Musica Aspacensis beim Konzert anlässlich des 100-jährigen Bestehens dieser Gesangsgemeinschaft im Pfarrhof Aschbach.

Erstellt am 24. Juli 2019 | 10:18
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Am 6. Juli 1919 wurde der „Männergesangsverein Aschbach“ von engagierten gesangesfreudigen Bürgern Aschbachs gegründet. Laut Aufzeichnungen aus dem Jahr 1924 bestand der Chor damals aus 30 Männern und 24 Frauen. Vom Gründungsobmann bis zur heutigen Obfrau Andrea Faux hat der Chor eine 100-jährige Zeitreise hinter sich und hat sicherlich vielen Menschen in der Region mit seinem Liedgut sehr viel Freude bereitet.

"Gsunga und Gspüt"

Beim Volksmusikabend unter dem klingenden Namen „Gsunga und Gspüt“ am vergangenen Samstag konnte die Sprecherin Sabine Brandstetter zahlreiche Ensembles wie „samma4“, die „Wirt z’haus Musi“, „alphornWYbbs“ oder den „Langholzer Dreigesang“, wo sie selbst mitsang, begrüßen. Es gab viel zu erzählen. Nicht nur über den Chor Musica Aspacensis sondern auch über die anderen Musikgruppen, was der Sprecherin mit viel Charme und Wortgewandheit bestens gelang. Viele Besucher meinten: „Franz Posch hätte es nicht besser gemacht.“

Seit 2017 ist Reinhard Günther der Chorleiter. Er versteht es die Chormitglieder zu inspirieren so dass ein Gesangsrepertoire von der Kirchenmusik über Klassik bis hin zur traditionellen Volksmusik geboten wird. Neben Bürgermeister Martin Schlögelhofer und Kulturreferentin Christa Dorner waren auch die ehemaligen Chorleiter Edgar Wolf und Anton Steingruber beim Volksmusikabend anwesend. Beide lobten die hohe gesangliche Qualität des Chores.

Nach den ersten 100 Jahren wünschte sich die Chorleiterin Andrea Faux, dass die Gemeinschaft weiter viel Freude an dem Gesang hat und sich weitere sangesfreudige Bürger anschließen. Übrigens wurde die Zeitreise in die Vergangenheit in Form eines Buches dokumentiert. Die Brüder Wilhelm und Roman Faux sind die Autoren und haben die Fotos aus privaten und dem Gemeindearchiv dokumentiert. „Diese Festschrift ‚100 Jahre und kein bisschen leise‘ soll eine Zwischenbilanz sein, um zu zeigen was bisher geschah und wie viel an Zeit, Energie, Kreativität und Engagement all die Jahrzehnte hindurch hinter einem gut funktionierenden Chor stehen“, schrieb Andrea Faux in die Chronik. Und berichtet weiter: „Zugleich soll sie aber auch Motivation und Ansporn sein, im Geiste jener, die das Werk begonnen haben, weiter zu machen.“