„Muttertagskäse“ siegte

Erstellt am 09. Juli 2013 | 00:00
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Foto: NOEN
Auszeichnung / Familie Stöckl darf sich nach 2011 erneut über ein „Kasermandl“ für den Schafmisch-Käse freuen. Ihre Kunden schwören ohnehin auf die Qualität der Produkte.
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Von Hermann Knapp

WEISTRACH / „Das Geheimnis guten Käse zu machen, fängt schon beim respekt- und liebevollen Umgang mit den Tieren an. Unsere Schafe bekommen nicht nur Silofutter, sondern sind täglich auf der Weide“, sagen Herbert und Christiane Stöckl. Sie müssen es wissen. Nicht umsonst wurde ihr Schafmischkäse heuer von den Testern bei der Wieselburger Messe mit dem „Kasermandl“ geadelt. Dahinter steckt eine Menge Arbeit. Von Ostern bis Ende Oktober dauert die Käsesaison.

Rund 50 bis 60 Lämmer kommen im Frühjahr zur Welt und werden gesäugt. Zu Ostern beginnt dann die Käsesaison und von dann an gibt es im Hause Stöckl bis Oktober keinen Ruhetag - auch am Wochenende nicht. Jeden Morgen werden die 40 ostfriesischen Milchschafe gemolken und auch die fünf Kühe. Denn das Gesetz schreibt vor, dass auch die Kuhmilch für den Mischkäse aus dem eigenen Betrieb kommen muss - oder von der Molkerei. Von einem anderen Bauern zuzukaufen ist nicht erlaubt. „Nach dem Melken geht es dann an das Käsemachen und das dauert den ganzen Tag. Die Milch wird mit Milchsäurebakterien und natürlichem Lab versetzt und in die Käseformen abgefüllt. Der Käse in Rollenform muss 24 Stunden reifen, die Loabal hingegen drei Tage“, berichtet Christiane Stöckl.

Im Familienbetrieb arbeitet neben ihr und ihrem Mann auch noch die Schwiegertochter mit. Natürlich wird bei der Produktion streng auf die Einhaltung aller Hygienevorschriften geachtet. Mindestens einmal jährlich schaut auch der Lebensmittelinspektor vorbei. Bei den Stöckls hat er aber nie etwas zu beanstanden.

Dass die Qualität stimmt, wissen auch die Kunden. Den Großteil ihres Käses vertreibt die Familie ab Hof. Sogar Kunden aus Deutschland schauen regelmäßig vorbei - die kaufen dann gleich auch für Verwandte und Bekannte ein. 14 Tage hält sich der Mischkäse bei kühler Lagerung. Die Stöckls bieten aber auch noch Spezialitäten an: das Loabal (Weichkäse), Gewürzbällchen und Käsebällchen in Öl mit Chiligewürz oder Kräutern. Vor dreißig Jahren haben Herbert und Christiane Stöckl den Betrieb auf Schafe umgestellt - und es nie bereut. Das „Kasermandl“ ist übrigens schon das zweite. Auch schon im Jahr 2011 wurde der Misch-Käse der Stöckls geadelt. Und Goldmedaillen gibt es ohnehin jedes Jahr - Ehre, wem Ehre gebührt. Übrigens - die diesjährige Siegerprobe war vom Muttertag.

Freude über Kasermandl: Ingrid, Florian, Theresa, Johann, Herbert und Christiane Stöckl. Bürgermeister Erwin Pittersberger ist stolz auf den hervorragenden Familienbetrieb in seiner Gemeinde. Er gratulierte herzlich zur Auszeichnung.

Hermann Knapp

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