Ein Amstettner Zentrum der Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge

Erstellt am 25. März 2022 | 12:20
Lesezeit: 2 Min
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Zahlreiche Rot-Kreuz-Mitarbeiter sowie Bürgermeister Christian Haberhauer bei der Eröffnung in der Rathausstraße.
Foto: Führer
Das Rote Kreuz eröffnete in Amstetten das „Restoring Family Links Center“ und hilft auf der Suche nach Angehörigen.
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Zu einer besonderen Eröffnung kam es heute in der Rathausstraße. Im „Bleib Aktiv Zentrum“ des Roten Kreuzes konnte das niederösterreichweit dritte „Restoring Family Links Center“ seiner Bestimmung übergeben werden. Das Zentrum soll Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, bei der Suche nach eventuell von ihnen getrennten Angehörigen unterstützen.

„Wir schlagen hier ein neues Kapitel auf und erweitern das Angebot. Das ‚Restoring Family Links Center' soll bei der Personensuche und bei Familienzusammenführungen helfen“, betonte Rotes-Kreuz-Bezirksstellenleiterin Beatrix Lehner.

Hannes Buxbaum, Landesdirektor der Gesundheits- und Soziale Dienste des Roten Kreuz unterstrich, wie schnell es – wie etwa die Ukraine zeigt – zu notwendiger Flucht kommen könne. „Da müssen Familienväter statt zur Arbeit zu gehen zum Maschinengewehr greifen und Mütter mit den Kindern das Land verlassen. Da kommt es dann vor, dass Menschen sich aus den Augen verlieren. Das Rote Kreuz will hier bei der Suche helfen“, sagte er. Denn das Schlimmste sei die Ungewissheit über den Verbleib der Angehörigen.

Emotional greifbar wurde das Thema bei der Eröffnung durch die Erzählung von Ali Baqueri, selbst freiwilliger Helfer beim Roten Kreuz. Er berichtete bewegend über die Gründe seiner Flucht aus Afghanistan und schilderte auch die Herausforderungen, mit denen er konfrontiert war, als er seine kleine Tochter nach Österreich nachholen wollte.

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