Bezirk Amstetten: Kritik an „Nazi“-Sager von Lehrerin. Heftige Kritik äußerte eine Mutter aus dem Bezirk Amstetten gegen eine Lehrkraft. Sie wirft laut einem Bericht der „Heute“ einer Lehrerin vor, drei Schüler als Nazis diffamiert zu haben.

Von Peter Führer. Erstellt am 22. November 2018 (13:56)
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Symbolbild

Auf NÖN-Nachfrage bestätigt die Mutter den Inhalt des Artikels. Dieser besagt, dass drei des Mobbings beschuldigte Schüler einer Schule im Bezirk Amstetten bereits jahrelang ihren Sohn gemobbt hätten. Auch ein Mädchen, das mit einem Burschen aus dem Freundeskreis der Täter Schluss machte, geriet ins Visier der Jugendlichen.

„Eine Lehrkraft muss Mobbing anders unterbinden können“

„Mein Kind wird seit der 1. Klasse gemobbt und wir sind uns die Füße ausgelaufen, mit der Lehrerin einen Konsens zu finden. Jetzt nachdem auch das Mädchen betroffen war, wurde es zum ganz großen Thema. Es geht mir aber nicht darum, dass sie sich erst jetzt eingesetzt hat, sondern wie“, übt die Mutter Kritik. So hätte die Lehrerin den Burschen ihre Smartphones weggenommen, die Nachrichten gelesen und vor versammelter Klasse gesagt, die Burschen wären „die perfekten Nazis“.

„Das ist aus meiner Sicht inakzeptabel. Eine Lehrkraft muss Mobbing anders unterbinden können und nicht mit einem derartigen Vergleich. Dann muss man halt einen Schulpsychologen hinzuziehen“, so die Mutter, deren Sohn selbst vom Mobbing der Burschen betroffen sei.

Sie sei nicht die einzige, die sich an den Aussagen gestoßen habe und habe bereits Kontakt mit dem Direktorat der Lehrerin und dem zuständigen Bildungsmanager aufgenommen habe. „Da wurde leider kein Konsens erzielt, anscheinend ist es für die Schule vertretbar, vor 14-jährigen Schülern einen solchen Vergleich zu bringen“, so die Mutter, die anonym bleiben möchte.

Dass die Lehrerin erst jetzt einschritt liege daran, dass die Mutter des nun betroffenen Mädchens eine Freundin der Lehrerin sei. Die Reaktion wäre aber völlig falsch gewesen.

Bildungsmanager Josef Hörndler erklärt auf NÖN-Nachfrage, dass er von der Causa unterrichtet wurde. Der Vorfall sei jedoch „aufgebauscht“. „Einige Dinge stimmen so nicht. So ist etwa das Wort ‚perfekt‘ nicht gefallen. Laut der Lehrerin ist die Aussage im Zuge des Geschichte-Unterrichts getätigt worden um auf das Thema Nationalsozialismus einzugehen. Wir werden uns mit einem Schulpsychologen auch die Mobbing-Vorfälle genau anschauen“, betont er. Nun wolle er aber auch mit der betroffenen Mutter und der Lehrerin noch das Gespräch suchen.