Amstettner SPÖ: Krisensitzung am Dienstagabend. Nach dem Wahldebakel, dem Verlust der Mehrheit und damit wohl auch des Bürgermeistersessels in Amstetten gilt es für die SPÖ nun, Konsequenzen zu ziehen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 28. Januar 2020 (15:37)
Symbolbild
APA/ROLAND SCHLAGER

“Das Wahlergebnis ist ein deutliches Zeichen dafür, dass es innerhalb der Partei zu einer umfassenden Erneuerung kommen muss, um das Vertrauen der Amstettner zurückzugewinnen”, heißt es in einer Aussendung vom Dienstag.

Für den Abend ist eine Sitzung der Parteigremien anberaumt. Vieles deutet darauf hin, dass Ursula Puchebner dort ihren Rückzug aus der Politik erklären wird. „Das Ergebnis ist mehr als schmerzlich und als Spitzenkandidatin übernehme ich dafür natürlich die volle Verantwortung. Es gilt jetzt für die Sozialdemokratie, nach erfolgter Analyse, sich neu auszurichten, das Team neu zu formen, um dann mutig in die Zukunft zu blicken“, wird sie in der Ausendung zitiert.

Puchebner wird wohl nicht die einzige sein, die den Hut nimmt. Schon am Wahlabend hat ja Hausmenings Ortsvorsteher Egon Brandl seinen Abschied aus der Politik angekündigt. Die Vermutung liegt nahe, dass ihm noch andere folgen.

SPÖ-Stadtparteiobmann Gerhard Riegler kündigte an, dass man nach der Analyse des Wahlergebnisses die Weichen auf “Neustart” stellen werde. “Wir wollen auch in Zukunft konstruktiv für die Bürger arbeiten und werden den Austausch mit anderen Parteien suchen. Wir wollen unserer Bestes für Amstetten geben und Projekte zugunsten der Menschen umsetzen.”

Am Dienstag waren in der Stadt indessen auch Gerüchte im Umlauf, die SPÖ (16 Mandate) könnte versuchen, mit den Grünen (drei Mandate) und der FPÖ (zwei Mandate) eine Mehrheit im Gemeinderat zu zimmern. Die Freiheitlichen haben einer derartigen Konstellation aber schon am Sonntagabend eine Absage erteilt.