Amstettner Caritas-Laden boomte 2021

Erstellt am 29. Januar 2022 | 06:28
Lesezeit: 3 Min
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Carla-Leiterin Erna Kranzl und PfarrCaritas-Leiter Christian Köstler suchen dringend weitere Mitarbeiter für den Lagerbereich.
Foto: Doris Schleifer-Höderl
Menschen legen Wert auf Nachhaltigkeit: Andrang auf Carla größer denn je.
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Corona macht es auch Sozialprojekten nicht leicht. Schließtage und ständig wechselnde Bestimmungen stellen die Verantwortlichen laufend vor neue Herausforderungen. „Doch wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagen Carla-Leiterin Erna Kranzl und PfarrCaritas-Leiter Christian Köstler. „Auf unser derzeit 55-köpfiges Ehrenamts-Team ist immer Verlass! Deshalb wollen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich danken.“ Das ständige „Auf- und Zusperren“ sei alles andere als lustig. Die erschwerten Arbeitsbedingungen wie etwa das Tragen der FFP2-Maske, das Abstandhalten, die Zugangsbeschränkungen und das Überprüfen der 2G-Regel ebenso. „Wir bei Carla halten aber eisern zusammen, wissen wir doch, dass gerade jetzt Solidarität nötig ist, um das Gesellschaftsgefüge aufrecht zu erhalten“, sagt Kranzl. Die Kunden scheinen dies auch zu schätzen, denn der Andrang auf den Caritas-Laden am Hauptplatz 36 und 40 ist größer denn je. „Besonders an den beiden Nachmittagen stehen die Kunden Schlange vor dem Geschäft. Erst vor Kurzem hat eine Dame zu mir gesagt, dass sie das gerne in Kauf nimmt, weil man ja nie weiß, wann wegen Corona wieder geschlossen werden muss“, erzählt Kranzl.

Nachhaltigkeit wird für die Menschen wichtiger

Auch das Thema Nachhaltigkeit spiele durch Corona für viele Menschen eine noch größere Rolle und sie würden daher vermehrt auf Second Hand zurückzugreifen, erklärt Christian Köstler. „Darüber freuen wir uns besonders, weil wir damit noch mehr Müll vermeiden.“

Unglaubliche 41.500 Artikel wanderten im Vorjahr über den Ladentisch. Am gefragtesten waren Damenpullover und Lederhosen für Herren. Auch die Sportbekleidung war ein Renner, dafür wurde weniger zur Anlassmode gegriffen, weil Bälle und Feste ausgefallen sind.

Für heuer wünschen sich Kranzl und Köstler weniger Schließtage: „2G ist in Ordnung, wenn wir nur nicht wieder schließen müssen! Vor allem, weil manche unserer Kunden definitiv auf uns angewiesen sind. Wir sind auch überzeugt davon, dass sich die Nachfrage noch erhöhen wird. Corona hat es mit sich gebracht, dass es mehr Mitmenschen gibt, die auf jeden Euro schauen müssen.“

An Ware mangelt es Carla derzeit nicht, dafür an weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Wir müssen durch Omikron damit rechnen, dass auch unsere Ehrenamtlichen manchmal ausfallen“, erklärt Erna Kranzl. „Deshalb wollen wir vorbeugen und bitten Interessierte, die etwa bei uns im Lagerbereich mithelfen möchten, sich bei uns zu melden. Wir können wirklich jede helfende Hand gut brauchen!“

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