Mehr Bewusstsein für die Umwelt im Bezirk Amstetten

Erstellt am 02. März 2022 | 04:37
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8292302_ams09bez_ignaz_roester_enu_c_schleifer_.jpg
eNu-Regionalleiter Ignaz Röster ist stolz auf den Bezirk Amstetten: „Die Menschen sind sehr an Projekten und Veranstaltungen in den Bereichen Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit interessiert. Aber da geht sicherlich noch ein wenig mehr!“
Foto: Doris Schleifer-Höderl
Das Regionalbüro der Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu) verzeichnete im Vorjahr ein gestiegenes Interesse an Projekten und Veranstaltungen.
Werbung
Anzeige

Energie, Umwelt und Natur sind Themen, die trotz Pandemie die Menschen beschäftigen – laut eNu-Regionalleiter Ignaz Röster erfreulicherweise sogar vermehrt. „Vor allem speziell im Bereich der Naturveranstaltungen hatten wir in der Zeit von Mai bis Oktober 2021 stets eine überdurchschnittliche Anzahl an Teilnehmern. Auch die Energieberatungen, etwa bezüglich Heizkesseltauschförderung, wurden das ganze Jahr über so oft wie noch nie in Anspruch genommen.“

Online-Veranstaltungen und Umweltgemeindetag

Niederösterreichweit wurden darüber hinaus 25 Online-Veranstaltungen mit insgesamt 2.647 Teilnehmern durchgeführt. 417 davon nahmen aus der Region Mostviertel und 205 aus dem Bezirk teil. Außerdem wurde der landesweite Energie- und Umweltgemeindetag im Oktober in Ybbs mit mehr als 800 Interessierten durchgeführt. Grund zur Freude gibt es bei der eNu. Sie feierte im Vorjahr ihr zehnjähriges Bestehen – auch für ihr Online-Format www.wir-leben-nachhaltig.at. Die Organisation wurde beim Thema Nachhaltigkeit von Experten zur Nummer 1-Plattform im deutschsprachigen Raum ernannt.

Im Niederösterreichvergleich hat der Bezirk Amstetten zudem puncto E-Fahrtendienst Emil eindeutig die Nase vorne. Neben Euratsfeld, Neuhofen, Ardagger, St. Pantaleon-Erla und Aschbach wurde im vergangenen Jahr auch in Waidhofen, Winklarn und Wallsee dieses Fahrservice eingeführt. „Die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wir Menschen uns auf Änderungen einstellen können, wenn wir müssen“, so Ignaz Röster. „Da geht es um unsere Gesundheit und daher ist es allen wichtig. Die Klimaveränderung ist bei den Menschen auch angekommen, aber es scheint noch immer so, dass es uns allen gemeinsam schwerfällt, uns wirklich dagegen zu stemmen. Oftmals sind es wieder bestimmte Anreize und damit verbunden die eigenen Vorteile, wie etwa bei der Heizkesseltauschförderung, die Menschen zum Handeln motivieren“, weiß Röster.

Ausbau der Photovoltaik und Fokus auf E-Mobilität

Für heuer hat die eNu die Initiative „Klimaziele 2030 für NÖ Gemeinden“ gestartet. Dabei werden der Ausbau von Photovoltaik, der Umstieg auf E-Mobilität, der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, sowie die Verbesserung der Energieeffizienz bei Gebäuden, die LED-Umstellung der Straßenbeleuchtung sowie mehr Grün in den Gemeinden – zehn Prozent der öffentlichen Flächen sollen Biodiversitätsflächen werden – gefördert. „Weiters wollen wir noch mehr als bisher auf Naturschätze vor unserer Haustür aufmerksam machen. Dafür planen wir u.a. einen Forstheidespaziergang in Kooperation mit der Stadtgemeinde Amstetten sowie eine Streuobstwiesenexkursion im Raum Amstetten“, berichtet der eNu-Regionalleiter. Man wolle damit allen Interessierten naturschutzfachlich bedeutende Schutzgüter wie die Streuobstbestände im Mostviertel, die Heißländen in der Doislau sowie die wertvollen Magerwiesen im Zauchbachtal und die Narzissen- und Orchideenwiesen im Ybbstal näherbringen.

„Denn das Gute ist bekanntlich so nah und alles was man kennt, ist man eher bereit zu schützen sowie zu erhalten. Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz erlebbar und begreifbar zu machen, sehen wir als unsere Aufgabe. Denn eines liegt auf der Hand: Wir können nur gemeinsam Zukunft möglich machen.“

Weiterlesen nach der Werbung

Umfrage beendet

  • Werden in der Region genug Schritt für mehr Umwelt-Bewusstsein gesetzt?