Königsberger: „Großes Interesse an Ganztagsschule“. Nationalrätin Ulrike Königsberger-Ludwig skizziert Ziele und Themen für den Bezirk – etwa den Ganztagsschulausbau.

Von Daniela Führer. Erstellt am 14. September 2017 (03:03)
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Der Scheibbser Spitzenkandidat Alfred Rammelmayr, die Amstettner Spitzenkandidatin Ulrike Königsberger-Ludwig, Niederösterreichs Spitzenkandidatin Bundesministerin Sonja Hammerschmid und der Spitzenkandidat aus Melk, Bürgermeister Alois Schroll, (von links) präsentierten ihre Ziele.
SPÖ

„In der Politik hat man immer zum Ziel, Stimmen dazu zu gewinnen. Dafür werden wir uns anstrengen und unsere Konzepte unter die Leute bringen“, erklärt SP-Nationalratsabgeordnete und Spitzenkandidatin der SPÖ im Bezirk Amstetten, Ulrike Königsberger-Ludwig, zur Frage nach den Wahlzielen ihrer Partei im Wahlkreis 3c Mostviertel.

Ihr Nationalratsmandat – das einzige der SPÖ im Mostviertel – ist gut abgesichert. Ein zweites hinzuzugewinnen, das der Listenplatzzweite, der Bürgermeister von Ybbs, Alois Schroll, besetzen würde, sei natürlich das große Ziel.

Palliativstation in Amstetten als Thema

Beim Pressegespräch am Dienstag der Vorwoche skizzierten die SPÖ-Spitzenkandidaten der Bezirke Amstetten, Scheibbs und Melk gemeinsam mit Bundesministerin und SPÖ NÖ Spitzenkandidatin Sonja Hammerschmid Themen, denen sie sich in der Region im Speziellen widmen wollen. Im Bezirk beziehungsweise in der Stadt Amstetten „sind wir auf einem guten Weg, die seit 2004 im Palliativplan festgehaltenen sechs Betten für eine Palliativstation im Landesklinikum Amstetten zu bekommen“, berichtete Königsberger-Ludwig.

Ebenfalls Licht am Ende des Tunnels sieht die SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderungen für die Forderung einer Betreuungseinrichtung für schwerst behinderte Kinder im Bezirk.

Ein großes Anliegen ist Königsberger-Ludwig auch der Ausbau von verschränkten Ganztagsschulen in der Region, also von Schulen, in denen sich Unterricht und Freizeit während des Schultages abwechseln und so an die Aufmerksamkeitsspannen der Kinder anpassen.

„Wir haben diese Form im Mostviertel nur in den Volksschulen Waidhofen/Ybbs und Wieselburg“, erklärt die SP-Politikerin sie. Doch auch für die Volksschule Preinsbacher Straße in Amstetten sei diese Form denkbar: „Die Direktorin hat großes Interesse daran.“ Doch es müssten noch Eltern und Lehrerschaft überzeugt werden.

„Von Stillstand zu sprechen, ist falsch“

Ziel sei es, so Königsberger-Ludwig, bis 2025 für jedes Kind in maximal 20 Kilometern Entfernung zum Wohnort ein Angebot für einen ganztägigen Schulplatz zu schaffen.

Weitere Anliegen der SPÖ-Kandidaten betreffen leistbaren Wohnraum speziell für junge Menschen. Konkret fordern sie die Umsetzung der SPÖ-Forderung „5x5 Wohnen“, das heißt, jungen Menschen von 18 bis 30 Jahren soll es ermöglicht werden, für fünf Jahre zu maximal fünf Euro Brutto-Miete pro Quadratmeter in einer eigenen Wohnung zu leben.

Königsberger-Ludwig und ihre Kollegen hoben natürlich auch die Erfolge der Regierung Kern hervor: „Von Stillstand zu sprechen ist absolut falsch. Im überarbeiteten Regierungsprogramm wurden 46 Projekte aufgelistet, alle mit Zeitangabe hinterlegt. Das war eine neue Qualität. Davon ist auch viel umgesetzt worden. Mit dem Beschäftigungsbonus sind viele neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Wir haben den Mindestlohn von 1.500 Euro brutto erreicht und die Aktion 20.000 gegen Langzeitarbeitslosigkeit hat jetzt schon in der Pilotphase 2.000 Jobs in Österreich geschaffen und wird erst mit 1.1.2018 in ganz Österreich ausgerollt.“