Bezirk Amstetten: Fixe Teststraßen in acht Gemeinden. In diversen Gemeinden im Bezirk kann man sich nun auf das Coronavirus testen lassen.

Von Sabine Hummer, Peter Führer und Ingrid Vogl. Update am 29. Januar 2021 (11:30)
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Um Infektionsketten möglichst effektiv zu unterbrechen, haben Gemeinden im Bezirk in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz acht Teststraßen errichtet. Die Zeiten wurden so gewählt, dass die Bürger täglich zumindest eine Möglichkeit haben, sich testen zu lassen – geografisch gibt es da keine Einschränkungen.

Die Teststraße in Amstetten ist von Montag bis Samstag von 7 bis 12 Uhr geöffnet. Die freiwilligen und kostenlosen Testungen werden von geschulten Mitarbeitern des Roten Kreuzes durchgeführt und vom Bund finanziert.

Um Online-Anmeldung wird gebeten

Bürgermeister Christian Haberhauer appelliert an die Bürger: „Um die Organisation zu erleichtern, wird dringend gebeten, sich vor jeder Testung online unter www.testung.at anzumelden und die Öffnungszeiten zu beachten. Personen, die Hilfestellungen bei der Anmeldung brauchen, können sich telefonisch beim Bürgerservice unter der Telefonnummer 07472/ 601-0 melden.“

Weitere Teststationen gibt es in Stadt Haag und St. Valentin, die abwechselnd geöffnet sein werden. So wird in Haag im Eingangsbereich der Mostviertelhalle am Montag, Mittwoch und Freitag getestet, im St. Valentiner Taka-Tuka-Land kann man sich am Dienstag, Donnerstag und Samstag testen lassen. An beiden Standorten wird vorerst eine Teststraße eingerichtet, da der Bedarf an Testungen nicht abschätzbar ist.

„Wir starten mit einer Person für die Anmeldung und einer Person, die testet. Wir schauen uns einmal an, wie die Aktion anläuft und ob wir aufstocken müssen“, erklärt Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr.

Ähnlich ist die Situation in St. Valentin. „Wir haben vorerst eine Teststraße eingerichtet, aber die Möglichkeit, im Taka-Tuka-Land, in dem jetzt ohnehin kein Betrieb ist, eine zweite zu installieren“, sagt Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr.

Beide Ortschefs stellen sich jedenfalls darauf ein, dass das Angebot der Teststationen für einige Monate zur Verfügung stehen wird. „Wenn das Reintesten kommt, dann kann es schon sein, dass der Ansturm größer wird“, betont Suchan-Mayr.

Auch in St. Peter/Au steht eine Teststraße zur Verfügung. Organisiert und betrieben wird diese von der Marktgemeinde St. Peter/Au in Kooperation mit dem Roten Kreuz sowie der Freiwilligen Feuerwehr. Unterstützend stehen die Gemeinden der Kleinregion Herz Mostviertel zur Seite. Freiwillige Helfer gibt es genug.

„Es haben sich viele gemeldet, die bereits bei den bisherigen Testungen tatkräftig mitgeholfen haben und sich nun bereit erklären, mit ihrem Wissen auch weiterhin zum Wohle der Mitmenschen mitzuhelfen. Aber auch zahlreiche Newcomer sind dabei“, berichtet Bürgermeister Johannes Heuras.

„Insgesamt hat jeder Bürger stets ein flächendeckendes Angebot, um sich testen zu lassen. Wir gehen davon aus, dass dieses Angebot nunmehr auch mehrere Wochen bis Monate aufrechterhalten werden muss. Wie sehr die Teststrecke ausgelastet ist bzw. ob die Öffnungszeiten in weiterer Folge noch adaptiert werden müssen, wird uns erst der Echtbetrieb zeigen“, betont der Bürgermeister.

„Wollen Bürgern dieses Service anbieten“

Eine eigene Teststation hat auch die Gemeinde Aschbach organisiert. „Wir wollen unseren Bürgern selbst dieses Service anbieten und es ihnen damit erleichtern, gut durch die Pandemie zu kommen“, sagt Bürgermeister Martin Schlöglhofer.

Die Teststation wird im Sitzungssaal des alten Rathauses eingerichtet. „Wir arbeiten mit dem Roten Kreuz zusammen, haben aber auch einen Aufruf an die Bevölkerung gemacht, dass sich Leute als Test- und Hilfspersonal melden können. Für sie wird es vom Bund auch eine Abgeltung geben“, sagt Schlöglhofer.

Auch in Neuhofen an der Ybbs und in Ardagger wird es jeweils am Gemeindeamt eine Teststraße geben. Neu: Die Dauerteststraße in Neuhofen hat jetzt am Montag, von 7 bis 9 Uhr und am Freitag, von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Ardaggers Bürgermeister Hannes Pressl rechnet damit, dass in den nächsten Wochen noch weitere Kommunen Teststraßen einrichten.

„Wir merken bereits, dass aus der Bevölkerung ein hoher Zuspruch da ist. Vor allem die Betriebe wollen die Möglichkeiten nützen. Ich gehe aber davon aus, dass – wenn der Lockdown beendet ist und das Reintesten wichtig wird – der Andrang noch weiter steigen wird“, führt Pressl aus.

Übrigens: Unter www.testung.at/dashboard findet sich die Zahl der täglich durchgeführten Tests. Am Montag waren es im Bezirk 717, davon gab es zehn positive Ergebnisse.