Neuer AVB-Chef ist bereits gefunden. Stadt und favorisierter Bewerber haben Verhandlungen abgeschlossen. Gemeinderat wird noch im Juni grünes Licht geben.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 18. Juni 2019 (03:44)
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Noch im Juni wird der Gemeinderat entscheiden, wer ab 1. Jänner 2020 am Chefsessel in der AVB Platz nimmt.

Noch in seiner Junisitzung wird der Gemeinderat einen neuen Geschäftsführer für die Amstettner Veranstaltungsbetriebe bestellen. „Es hat sich ja nach dem Hearing ein Favorit herauskristallisiert und mit diesem wurden nun die Vertragsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen“, berichtet Personalstadtrat, Vizebürgermeister Anton Katzengruber. Mit September wird der neue AVB-Geschäftsführer seine Tätigkeit aufnehmen. Solange dauert es, seinen derzeitigen Dienstvertrag zu lösen und auch noch den Resturlaub zu konsumieren.

„Da Hannes Kropfreiter aber ja erst mit 31. Dezember in den Ruhestand geht, ist noch ausreichend Zeit für die Einarbeitung, und das Kulturprogramm für die nächste Saison steht ja ohnehin schon“, sagt Katzengruber.

Dem neuen Geschäftsführer steht der schwierige Spagat bevor, sowohl die kaufmännische Leitung als auch die Leitung des Kulturbetriebs der AVB unter einen Hut zu bringen. Hannes Kropfreiter hat das ja viele Jahre erfolgreich vorexerziert, er hatte allerdings auch Zeit, in die Rolle hineinzuwachsen. Für seinen Nachfolger wird das ein Sprung ins kalte Wasser.

In den nächsten Wochen wird die Personalabteilung der Stadt auch die Funktion des Intendanten des Sommermusicals ausschreiben. „Das Hearing mit den Bewerbern und die Entscheidung für einen Kandidaten obliegt da dem AVB-Beirat, in dem ja neben Bürgermeisterin und Finanzstadtrat auch alle Parteien vertreten sind“, berichtet Katzengruber. Man habe die Ausschreibungen auch deshalb zeitlich getrennt, damit es zu keinen Missverständnissen bei den Bewerbungen kommt.

Kompetenzen aufgeteilt

Der Intendant soll natürlich ausschließlich für die Musicalproduktion zuständig sein. „Dafür wird ihm vom AVB-Geschäftsführer ein finanzieller Rahmen vorgegeben, in den natürlich auch die Sponsorengelder und die Subventionen des Landes eingerechnet werden. Mit diesem Budget muss er dann zurande kommen“, sagt Katzengruber. Die Kompetenzen zwischen AVB-Chef und Musical-Intendant sind künftig also klar abgesteckt.

Die Zeit für die Bestellung eines neuen Intendanten wird indessen bereits knapp. Immerhin soll er ja schon das Stück für den Sommer 2020 auswählen.