Eine Mauer als Politikum in Ferschnitz

Erstellt am 13. Juli 2022 | 03:47
Lesezeit: 3 Min
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Die Mauer wurde errichtet, um den Ortsplatz eben machen zu können.
Foto: Führer
Gestaltung bei neuem Ortsplatz sorgt für Gesprächsstoff zwischen ÖVP und der Liste Vielfalt für Ferschnitz.
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Der neue Ortsplatz beim abgerissenen Perneder-Haus sorgt weiter für Gesprächsstoff. Viele Diskussionen gibt es etwa über die Betonmauer. Kritik daran äußert etwa die Liste Vielfalt für Ferschnitz. „Man hätte in dem Augenblick, als man gesehen hat, wie das Ganze aussehen wird, reagieren müssen. Die Mauer ist zu hoch, das Projekt wurde aus unserer Sicht nicht so umgesetzt, wie es vorgesehen gewesen wäre. Man hätte sich nach Alternativen umsehen müssen. Und dann heißt es, wir müssen alle hinter dem Projekt stehen, was wir ganz einfach nicht können“, argumentiert Fraktionssprecherin Ingrid Schwarzenbacher.

Das Gefälle sei bei den Planungen übersehen worden. Auch beim Bücherpavillon, der auf den Ortsplatz hinkommen wird, gebe es viele offene Fragen. Etwa zur richtigen Lagerung der Bücher. „Ich befürchte, dass das der nächste Pfusch wird“, sagt Schwarzenbacher.

„Platz wird ganz anders aussehen“

Mit den Kritikpunkten konfrontiert verweist Bürgermeister Michael Hülmbauer darauf, dass die Mauer die kostengünstigste Variante war, um den Ortsplatz eben machen zu können. „Die Mauer wird auch noch begrünt, es kommen Sträucher, Bänke und es werden mindestens sieben Bäume gepflanzt. Der Platz wird, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, ganz anders aussehen. Ich denke, dass es dann auch keine Diskussionen mehr gibt und der Platz gut angenommen wird“, sagt der Ortschef.

Die Kritik der Liste Vielfalt, dass man sich nicht an die Pläne gehalten habe, weist Hülmbauer zurück. „Sie waren immer eingebunden und haben die Pläne gekannt und auch mit beschlossen. Die Mauer sieht so aus, wie sie vorgesehen war. Daher kann ich die Kritik nicht nachvollziehen, Warten wir einmal ab, wie das Ganze aussieht, wenn es fertig ist“, so Hülmbauer. Auch die Lagerung der Bücher beim Pavillon sei geklärt. „Das wurde von der Firma Schaupp geplant und wird zu 100 Prozent funktionieren“, ist der Ortschef überzeugt.

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