Amstettner Freibad bekommt ein Schwimmerbecken. Amstettner Stadtregierung hat sich Kritik der Bürger zu Herzen genommen. Freibad bleibt nun doch erhalten und wird sogar noch aufgewertet.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 25. Mai 2021 (10:44)

Die heftige Kritik, die die grün-schwarze Regierung für die Präsentation ihres ersten Entwurfes für das neue Amstettner Bad erntete, hat sie sich offensichtlich zu Herzen genommen. Das neue Konzept, das auf Plänen der Grazer Firma Gobli beruht, sieht nun einen kostenpflichtigen Hallenbad- und Freidbad-Bereich vor, der für alle Bürger leistbar sein soll. Außerdem soll es auf dem Gelände einen kostenfrei zugänglichen, weiträumigen Familien- und Freizeitbereich geben.

„Ich möchte mich bei allen Amstettnern bedanken, die mich in den letzten Wochen und Monaten kontaktiert haben und das persönliche Gespräch mit mir gesucht haben. Viele Anregungen und Rückmeldungen der Bürger haben wir nun in die Planung des Bades einbezogen. Ich bin überzeugt, dass wir das Maximum herausgeholt haben, um das Bade- und Schwimmvergnügen in Amstetten an 365 Tagen im Jahr möglich zu machen“, sagt Bürgermeister Christian Haberhauer.

440_0008_8088676_ams21ams_bad_neu.jpg
Bürgermeister Christian Haberhauer (rechts) und Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder präsentieren die neuen Bad-Pläne.
Stadtgemeinde

Das neue Hallenbad soll über ein Schwimmbecken mit sechs Bahnen (zwei mehr als bisher) verfügen und sowohl von Sportlern und Schulen, als auch von Freizeitschwimmern ganzjährige genutzt werden können. Für die Sportler wird es auch einen Trainingsraum geben. „Das Hallenbad wird außerdem mit einem Nichtschwimmerbecken als Multifunktionsbecken für Aqua-Gymnastik, Spiel und Spaß und zwei Baby- und Kinderbecken ausgestattet sein. Neben den Umkleideräumen wird ein großzügiger Liegebereich ausreichend Platz zum Entspannen bieten“, sagt Haberhauer.

Keine Rede ist im neuen Konzept mehr davon, dass es im Freibadbereich kein Becken mehr geben könnte – im Gegenteil.

Ein Schwimmbecken im Freibereich

„An das Hallenbad wird ein attraktiver Freibadbereich angrenzen, der ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche und ein Schwimmerbecken (25 Meter) umfassen soll“, betont der Bürgermeister. Darüber hinaus soll es auch im Außenbereich ein Baby-Kinderbecken für die Kleinsten geben. Und es ist ein Aqua-Splash-Park mit Wasserspielgeräten als besonderes Highlight angedacht. „Badegäste, die einen Tag im Amstettner Bad verbringen, werden somit nach Belieben innerhalb dieses kostenpflichtigen Bereichs vom Hallenbad- in den Freibadbereich wechseln und diese Becken nach Belieben nutzen können“, sagt der Stadtchef.

Zusätzlich zum Hallenbad- und Freibadbereich ist im neuen Konzept die Schaffung eines kostenfrei zugänglichen Familien- und Freizeitbereichs vorgesehen. „In Kooperation mit ‚Natur im Garten‘ soll hier eine natürlich angelegte Parkanlage entstehen, die verschiedene Attraktionen umfasst, wie zum Beispiel Klettergerüste, Geschicklichkeitsgeräte, einen Niederseilgarten, eine Boulderwand oder eine Kletterwand. Die Beachvolleyballplätze sowie der Basketballplatz bleiben natürlich erhalten“, erklärt Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder von den Grünen.

Gastronomiebereich beim Haupteingang

Beim Haupteingang in das Areal soll es einen großzügigen Gastronomiebereich geben, der sowohl für Gäste im Hallenbad- und Freibadbereich, als auch für Gäste im Familien- und Freizeitbereich zugänglich sein wird.

Weiterhin geplant ist auch im neuen Konzept eine Anbindung des Ybbsuferwegs an das Badgelände. Allerdings wird man von dort aus nur in den Familien- und Freizeitbereich gelangen. „Sportler, Radfahrer und Spaziergänger, die an der Ybbs unterwegs sind, sollen damit die Möglichkeit haben, den Familien- und Freizeitbereich und die Gastronomie zu nutzen“, erklärt der grüne Vizebürgermeister. Länger gedulden als die Badegäste werden sich die Sauna-Nutzer müssen. Die Planungen beinhalten zwar auch die Errichtung einer neuen Sauna, aus Kostengründen soll diese aber erst in einer zweiten Bauphase verwirklicht werden.

Insgesamt soll sich an der Kostenvorgabe von 14 Millionen Euro (ohne Sauna) nicht sehr viel ändern, sagt Haberhauer gegenüber der NÖN. „Es wird Plus-Minus etwas mehr werden, aber im Wesentlichen in diesem Rahmen bleiben.“ Mit dem vorliegenden Plan werde man den Wünschen der Bevölkerung gerecht und schaffe ein leistbares „Allwetterbad“ für Familien mit Kindern, Senioren, Vereine, Sportschwimmer und Schulen.

Umfrage beendet

  • Gefallen euch die neuen Pläne für das Amstettner Bad?